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April 2026
Journal Article
Title
Von der SKLM zur ICFS: Wissenschaftliche Grundlagen und Zukunftsperspektiven der Lebensmittelsicherheit
Abstract
Die Senatskommission zur gesundheitlichen Bewertung von Lebensmitteln (SKLM) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) existiert seit den frühen 1950er‐Jahren und hat sich über Jahrzehnte kontinuierlich weiterentwickelt. Sie arbeitet in Themenauswahl und Prioritätensetzung in wissenschaftlicher Freiheit und ist im Bereich der Lebensmittelsicherheit in Deutschland eine verlässliche, mandats‐unabhängige wissenschaftsgetriebene Instanz. Das Ziel der Kommission ist es, offene wissenschaftliche Fragen zur Lebensmittelsicherheit systematisch zu analysieren, Bewertungskriterien weiterzuentwickeln und wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für gesundheitliche Bewertungen abzuleiten. Dies schließt neue Lebensmittel, Zusatzstoffe, Prozesskontaminanten und Auswirkungen der Behandlungsverfahren auf Lebensmittel ein. Kontroverse Diskussionen über mögliche Risiken durch Lebensmittel begleiten die Arbeit der Lebensmittel‐ und Ernährungswissenschaften seit Jahrzehnten und kommen häufig dadurch zustande, dass für die Bewertung erforderliches Grundlagenwissen fehlt. Die Vorgehensweise der SKLM unterscheidet sich von jener offizieller öffentlicher Institutionen wie dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) oder der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA (European Food Safety Authority), da sie den Schwerpunkt auf das proaktive Schließen von Erkenntnislücken sowie die Entwicklung neuer Bewertungskonzepte und Sicherheitsstrategien legt. Ein Beispiel für den Mehrwert ist etwa die Diskussion der unterschiedlichen Richtwerte, die von Regulierungsbehörden zu Bisphenol A (BPA) herausgegeben wurden, und die Nutzung dieser Diskussion, um ein zukunftsorientiertes Konzept zur Verbesserung des Prozesses zu entwickeln. Die neu gegründete „International Commission on Food Safety“ (ICFS) wird solche Aufgaben künftig von der SKLM übernehmen.
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