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  4. Politische Handlungsbedarfe für die industrielle Transformation in Sachsen-Anhalt. SETUp-Positionspapier 2025
 
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December 18, 2025
Paper (Preprint, Research Paper, Review Paper, White Paper, etc.)
Title

Politische Handlungsbedarfe für die industrielle Transformation in Sachsen-Anhalt. SETUp-Positionspapier 2025

Title Supplement
Zukunftsfähige Transformation durch Verlässlichkeit, Infrastruktur und Kooperation
Abstract
Zukunftsfähige Transformation durch verlässliche Energiepolitik, Infrastruktur und Kooperation Die energieintensive Industrie Sachsen-Anhalts steht vor der doppelten Herausforderung, die politisch geforderte Klimaneutralität zu erreichen und gleichzeitig im internationalen Wettbewerb bestehen zu müssen. Die Unternehmen des SETUp-Verbundes - ein eigenfinanziertes, branchenübergreifendes Industrienetzwerk und strategischer Partner des Landes - sichern über 5.000 Arbeitsplätze, verbrauchten im Jahr 2024 rund 1.600 GWh Erdgas und 300 GWh Strom und haben ihre Effizienzpotenziale weitgehend ausgeschöpft, Prozesse elektrifiziert und belastbare Transformationspfade bis 2045 entwickelt. Die Industrie kann und will transformieren – aber ob sie es kann, entscheidet das Land.
Die industrielle Transformation folgt einer klaren technischen Dreifachstrategie: Erneuerbarer Strom, Elektrifizierung und grüner Wasserstoff. Diese drei Säulen definieren, wie die Unternehmen fossile Energieträger verlassen und ihre Produktion klimaneutral gestalten. Analysen realer Lastgänge zeigen, dass die benötigte elektrische Energie des Verbundes im Transformationspfad von heute 300 GWh/a auf rund 700 GWh/a steigt. Für nicht elektrifizierbare Prozesse werden zusätzlich 1200 GWh/a grüner Wasserstoff benötigt. Damit verursachen bereits sieben Unternehmen Infrastrukturbedarfe, die ohne vorausschauende Landesplanung nicht realisierbar sind. Heute bremsen insbesondere fehlende Netzanschlusskapazitäten von +5 bis +100 MW je Standort, unklare Perspektiven beim Wasserstoffkernnetz, steigende Energie- und Netzentgelte sowie lange Genehmigungsverfahren die notwendige Transformation. Ohne Infrastruktur, planbare Energiepreise und verlässliche Zeitachsen können Investitionen nicht ausgelöst werden.
Gleichzeitig verfügt Sachsen-Anhalt über herausragende Standortvorteile: ein strukturelles Erneuerbare-Energien-Überangebot, bestehende H2-Modellregionen, qualifizierte Fachkräfte, verfügbare Flächen und hohe industrielle Akzeptanz. Diese Stärken können zu einem echten Wettbewerbsvorteil werden – wenn sie jetzt strategisch genutzt und in belastbare politische Rahmenbedingungen überführt werden. Die Industrie steht bereit, Verantwortung zu übernehmen und in klimafreundliche, zukunftsfähige Produktion zu investieren. Doch klar ist: Defossilisierung darf nicht zu Deindustrialisierung werden. Damit Sachsen-Anhalt industrielles Kernland bleibt und gleichzeitig klimafreundliches Industrieland wird, braucht es fünf zentrale politische Entscheidungen.
Author(s)
Sondej, Franziska Sophia
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF  
Kögler, Marcus  
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF  
Publisher
Fraunhofer IFF
File(s)
Download (1.34 MB)
Rights
Use according to copyright law
DOI
10.24406/publica-7244
Language
German
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF  
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