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2019
Journal Article
Title
Recyclingverfahren für Bauschutt
Other Title
Recycling process for construction rubble
Abstract
»BauCycle« heißt ein Fraunhofer-Verbundprojekt, in dem vier Fraunhofer-Institute ein neues Recyclingverfahren etablieren wollen. Dabei geht es um die heute noch nicht wieder im Hochbau nutzbaren Feinfraktionen aus Sand und Kies. Denn dieser Rohstoff wird in vielen Regionen der Welt inzwischen knapp. Für die Knappheit an Sand und Kies ist der Bauboom in vielen Ländern schuld. Denn im Rahmen der Urbanisierung entstehen neue Hotelanlagen, Einkaufszentren und Industrieparks, wofür Unmengen an Beton benötigt werden. Dieser besteht überwiegend aus Sand und Kies. So musste beispielsweise Dubai Sand aus Australien importieren, um den Wolkenkratzer Burj Khalifa zu bauen - der eigene Wüstensand eignete sich nicht dafür. Laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe liegt der weltweite jährliche Verbrauch an Sand und Kies bei 40 Milliarden Tonnen. Es fallen jährlich rund fünf Millionen an feinkörnigem Bauschutt aus dem Abriss von Bauwerken und Infrastruktur an. Bislang landet dieser auf Deponien oder wird im Straßenbau verwendet - hochwertige Verwertung findet nicht statt. Hierzulande ist der bundesweite Gesamtbestand an Bauwerken mit rd. 100 Milliarden Tonnen ein bedeutendes Rohstofflager, dessen Bestandteile nach Nutzungsende über ein gezieltes Recycling wieder dem Stoffkreislauf zugeführt werden könnten. Die Baubranche zählt in Deutschland zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftszweigen.
Corporate Author
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Forschung e.V., München