• English
  • Deutsch
  • Log In
    Password Login
    Research Outputs
    Fundings & Projects
    Researchers
    Institutes
    Statistics
Repository logo
Fraunhofer-Gesellschaft
  1. Home
  2. Fraunhofer-Gesellschaft
  3. Artikel
  4. Heilen mit Tiergiften: Tödliche Waffen des Tierreichs zur Therapie von Krankheiten nutzbar machen
 
  • Details
  • Full
Options
2022
Journal Article
Title

Heilen mit Tiergiften: Tödliche Waffen des Tierreichs zur Therapie von Krankheiten nutzbar machen

Abstract
Tiergifte sind im Tierreich weit verbreitet und werden entweder aktiv oder passiv zum Beutefang, zur Verteidigung gegen Angreifer oder zur Konkurrenzvermeidung eingesetzt. Sie gehören zu den komplexesten chemischen Gemischen im Tierreich. Die darin enthaltenen Toxine sind extrem vielfältig und repräsentieren deshalb eine Schatztruhe für die Naturstoffforschung. Man schätzt, dass in den ca. 200.000 giftigen Tierarten bis 20 Millionen Wirkstoffe vorkommen, von denen etwa 16.000 untersucht wurden. Aus diesen resultierten bislang 18 Medikamente, die auf dem Markt sind. Der kombinierte Einsatz von modernen Omics-Methoden (Transkriptomik, Genomik und Proteomik) und neuartigen bioinformatischen Werkzeugen im neuen Forschungsgebiet „Animal Venomics“ ermöglicht die effiziente Erschließung von Tiergiften als Bioressource für neue Wirkstoffe für Anwendungen in der Medizin oder im Pflanzenschutz. Dabei stehen nicht mehr nur tropische Giftschlagen, Skorpione oder Spinnen im Fokus, sondern zunehmend auch einheimische Tiere wie die Wespenspinne, der Feuersalamander oder die Kreuzotter.

; 

Toxins are widespread throughout the animal kingdom and rank among the chemically most complex system found in animals. Their molecules are defined by powerful bioactivities and paired with high selectivity and specificity which renders them as prime drug leads. In the past, a variety of blockbuster drugs, such as captopril, have been designed upon animal toxin templates. A series of novel molecules is currently under closer investigation regarding treatment capacities against cancer, epilepsy, stroke and other diseases. Research focused previously on dangerous species from the tropics but recently the native fauna has been likewise in the spotlight of the research community and it is likely that from these neglected species more bioressources will be derived in the future.
Author(s)
Lüddecke, T.
Vilcinskas, A.
Journal
Chemie in unserer Zeit  
DOI
10.1002/ciuz.202100005
Language
German
Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME  
  • Cookie settings
  • Imprint
  • Privacy policy
  • Api
  • Contact
© 2024