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1989
Conference Paper
Title
Halbfabrikate-Organisation am Beispiel der Präzisionswerkzeugherstellung
Abstract
Originäres Ziel dieser HF-Organisation ist dabei "die konsequente Berücksichtigung der sich ändernden fertigungsfortschrittsbezogenen Mehrfachverwendbarkeit eines Erzeugnisses". Das heißt unterschiedliche Endprodukte können gemeinsam bewirtschaftet (und auch gemeinsam gefertigt) werden, solange die geometrischen Änderungen am Werkstück gleich sind. Treten Abweichungen in der Halbfabrikat-Stufe auf, lassen sich die Produkte entweder separat weiterfertigen oder zwischenlagern (Halbfabrikat-Lagerstufe). Grundlage hierfür bilden sogenannte Halbfabrikate-Stammbäume, die diese Verwendungsstruktur aufzeigen und die in geeigneter Form in der Grunddatenverwaltung abgelegt werden. Charakteristisch für die angestrebte Halbfabrikat-Organisation ist das Prinzip der Verbundfertigung. Bei ihr versucht man ein oder mehrere Halbfabrikate oder Fertigerzeugnisse im Verbund zu bewirtschaften mit dem Ziel, Rüstkosten zu minimieren und insgesamt eine "beruhigte" Fertigung (kleinere Anzahl an Fertigungsauftr ägen!) zu erreichen. Zum Unterstützen der Verbundfertigung bei der Bestellrechnung berücksichtigt man zwei Mindestbevorratungszeiten MBZ 1 und MBZ 2. Auf diese Weise läßt sich erreichen, daß für Fertigerzeugnisse und Halbfabrikate durch den Mindestbestand MB 2 teilweise eine Bestellnotwendigkeit - und damit ein Bestellvorschlag - ausgelöst wird, für die aufgrund des regulären Mindestbestandes MB 1 noch keine Bestellnotwendigkeit besteht.