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1996
Journal Article
Title
Einfluß der Lagerung von Industrierestholz der Kiefer und Fichte auf seine Eignung für die Herstellung von Spanplatten und mitteldichten Faserplatten (MDF). Tl.3
Title Supplement
Untersuchungen zur Veränderung von verleimungsrelevanten Eigenschaften der Späne und Fasern aus Hackschnitzeln des Wintereinschlags
Other Title
Effect of storage of residues from saw mill processing of pine and spruce on its suitability as a raw material for particleboards and medium density fibreboards (MDF). Pt.3: Effect of storage of saw mill residues derived from wood felled in winter on adhesion relevant properties of chips and fibres prepared therefrom
Abstract
Industrierestholz der Fichte und Kiefer aus einem Profilzerspanerwerk wurde als Hackschnitzel in Versuchspiles (etwa 40 m³) für mehrere Monate gelagert. Den Hackschnitzelhaufen wurde im mehrwöchigen Abstand Probenmaterial entnommen, das zum einen zerspant, zum anderen thermo-mechanisch aufgeschlossen wurde. Die getrockneten Holzspäne und-fasern wurden auf ihre verleimungsrelevanten chemischen Eigenschaften untersucht, welche im Verlauf der Hackschnitzellagerung deutlichen Veränderungen unterliegen. Die pH-Werte der kalt- und heißwässerigen Extrakte aus Fichten- und Kiefernspänen nehmen mit der Dauer der Hackschnitzellagerung gering zu. Die Heißwasserextrakte weisen stets einen geringeren pH-Wert auf als die Kaltwasserauszüge. Die Pufferkapazitäten der Heiß- und Kaltwasser-extrakte nehmen mit fortschreitender Hackschnitzellagerung entsprechend ab. Im Einklang hiermit stehen die Ergebnisse der quantitativen Bestimmung der Acetat- und Formiationen der Kaltwasserextrakte. Nach mehrwöchiger Hackschnitzellagerung nimmt der Gehalt an Acetat- und Formiationen in den kaltwässerigen Extrakten der Späne und Fasern ab. Die Fasern hatten stets einen höheren Acetat- und Formiationengehalt als die Späne. Ebenso wie die Abgabe flüchtiger Ameisen- und Essigsäure sank die Emission an Formaldehyd aus Spänen und Fasern beider Holzarten mit andauernder Hackschnitzellagerung. Die pH-Werte der Kiefernholzextrakte waren stets niedriger als die der Fichtenholzextrakte, die alkalische Pufferkapazität der Kiefernholzextrakte war entsprechend größer als die der Fichtenholzextrakte. Darüber hinaus lag der Gehalt der Acetat- und Formiationen in den Extrakten der Kiefer deutlich höher als in denen der Fichte. Die Abgabe an Formaldehyd und flüchtigen Säuren aus Kiefernspänen und-fasern war höher als im Falle des Fichtenholzes. Die Veränderungen im Falle des Kiefernholzes waren besonders ausgeprägt. Insgesamt treten deutliche verleimungsrelevante Veränderungen im extraktstoffreichen Industrierestholz durch die Lagerung auf.
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The residues of a saw mill with a profiling unit were stored in piles of about 40 m³ for different time periods. From time to time wood material was taken from the piles and disintegrated to chips using a ring flaker or pulped using the thermomechanical process and defibrated. Both chips and fibres were analysed chemically to detect any change in adhesion relevant properties, especially in pH-value, buffering capacity, amount of volatile acid content in the extractives. Moreover, the formaldehyde release and the emanation of volatile acids were assessed using the flask-method technique. The results led to the following conclusions: The pH-value of cold and hot water extractives of chips and fibres derived from saw mill residues increased slightly on seasoning of the residues. The hot extractives showed, however, lower pH-values and higher alkaline buffering capacities than the cold water extractives. The results of measuring the volatile acid content in extractives are in harmony with those of pH-value and buffering capacity. The content of volatile acids of fibres and flakes decreased on seasoning of saw mill residues as well as the release of volatile acids from flakes and fibres. Likewise, storage decreased the formaldehyde release from the chips on seasoning the saw mill residues. Pine flakes and fibres showed always lower pH-value, higher alkaline buffering capacity compared to Spruce chips and fibres. Moreover, the release of volatile acids from Pine flakes and fibres was much higher than from Spruce wood. The changes in adhesion related properties in saw mill residues of Pine wood were much pregnant than in Spruce.