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1989
Journal Article
Title
Strategien gegen den Müllinfarkt
Abstract
In der Bundesrepublik Deutschland fielen 1984 ca. 230 Mio.t Abfälle an, die überwiegend deponiert wurden. Ein geringerer, aber steigender Anteil wird in Müllverbrennungsanlagen thermisch verwertet. Angesichts des begrenzten Deponievolumens und unzureichender Müllverbrennungskapazitäten spricht man heute schon von einem drohenden Entsorgungsinfarkt. Die Notwendigkeit des Umweltschutzes zwingt dazu, die im Abfall enthaltenen Schadstoffe aufzukonzentrieren, damit diese verfahrenstechnisch günstig inertisiert werden können. Nur der nicht inertisierbare Rest sollte deponiert werden. Wenn es nicht gelingt, das Abfallaufkommen durch Vermeidungs- und Recycling-Strategien zu verringern, so wird der Investitionsaufwand für Abfallverbrennung- und sonstige Beseitigungsanlagen drastisch zunehmen.