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2022
Journal Article
Title
Interaktive Grafiken zum individuellen Schmerzausdruck und -dokumentation
Abstract
I. Hintergrund & Fragestellung: Die subjektive Erfahrung von Patient*innen gewinnt als Kriterium in den letzten Jahrzenten verstärkt an Bedeutung[3]. Unter dem Anspruch einer patient*innenzentrierten Medizin wird die Fokussierung auf individuelle Patient*innebedarfe postuliert, statt spezifische fachliche Routinen auszuagieren und mechanistischempiristischen Paradigmen zu folgen [1]. Flankierend gewinnt die Erhebung von „Patient-Reported-Outcome Measurements“ während und nach der Therapie zunehmend an Bedeutung. Dabei kommen im Falle der Schmerzmedizin i. d. R. standardisierte Fragebogen zum Einsatz, die in Papierform, aber zunehmend auch als Onlineformular oder als mobile Applikation den Patient*innen vorgelegt werden [4]. Insgesamt eignen sich diese Formate durch ihre diskreten und deterministischen Optionen wenig, den Anspruch einer individuellen – und somit tatsächlich patient*innen- zentrierten Erhebung – zu erfüllen. Sie sind aus der Perspektive des Interaktionsdesigns als passiv zu bezeichnen, da sie nur eine Auswahl von vorab definierten Optionen bereithalten. Digitale Anwendungen wie Smartphone-Apps sind auf Grund ihrer multi-medialen und multi-sensorischen Eingabe- und Darstellungsmöglichkeiten theoretisch in der Lage, als differenzierte, aktive Kommunikationsmedien zwischen Behandelnden und Patient*innen zu fungieren [2]. Auch in einer stark individualisierten Form waren sie in der Lage, eindeutige (und maschinell auswertbare) Datenpunkte zu erzeugen. In diesem Sinne zielt das Forschungsprojekt auf die Entwicklung eines interaktiven Notationssystems für individuelle Formen der Schmerznotation ab, welche durch eine mobile, computergestutzte, individualisierbare und parametrische Erfassungsumgebung realisiert werden soll.
II. Materialien & Methoden: Methodisch wird das Entwicklungsprojekt durch drei aufeinanderfolgende iterative Studien und unter Einbezug von Schmerzpatient*innen realisiert. In einer ersten explorativen Studie wurde eine Reihe von prototypischen Grafiken getestet, um Eingabekombinationen, Eingabeformen, Anzahl von Parametern und allgemeine Visualisierungsstrategien zu untersuchen. Dazu wurde eine Testgruppe von Patient*innen (n = 7) gebeten, ihre Schmerzen anhand des zur Verfügung stehenden interaktiven Grafiken zu dokumentieren, ihre Eindrücke zu artikulieren und die Bewertung anhand eines Fragebogens mit Likert Skalen, sowie die Usability durch die System Usability Scale zu bewerten. Die Aussagen der Patient*innen wurden anschließend transkribiert und durch ein Code-System qualitativ ausgewertet.
III. Ergebnisse & Schlussfolgerung: Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Ansatz der Entwicklung eigener, grafischer Artikulationsformen im Kontext der Schmerztherapie generell auf Akzeptanz stößt und aus Perspektive der Patient*innen nutzbringend ist. In weiteren Untersuchungen soll auf die partikulare Überforderung von Nutzer*innen eingegangen werden und das Maß an nötiger Leitung durch die Notation ausgelotet werden.
II. Materialien & Methoden: Methodisch wird das Entwicklungsprojekt durch drei aufeinanderfolgende iterative Studien und unter Einbezug von Schmerzpatient*innen realisiert. In einer ersten explorativen Studie wurde eine Reihe von prototypischen Grafiken getestet, um Eingabekombinationen, Eingabeformen, Anzahl von Parametern und allgemeine Visualisierungsstrategien zu untersuchen. Dazu wurde eine Testgruppe von Patient*innen (n = 7) gebeten, ihre Schmerzen anhand des zur Verfügung stehenden interaktiven Grafiken zu dokumentieren, ihre Eindrücke zu artikulieren und die Bewertung anhand eines Fragebogens mit Likert Skalen, sowie die Usability durch die System Usability Scale zu bewerten. Die Aussagen der Patient*innen wurden anschließend transkribiert und durch ein Code-System qualitativ ausgewertet.
III. Ergebnisse & Schlussfolgerung: Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Ansatz der Entwicklung eigener, grafischer Artikulationsformen im Kontext der Schmerztherapie generell auf Akzeptanz stößt und aus Perspektive der Patient*innen nutzbringend ist. In weiteren Untersuchungen soll auf die partikulare Überforderung von Nutzer*innen eingegangen werden und das Maß an nötiger Leitung durch die Notation ausgelotet werden.
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