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1996
Journal Article
Title
Feuchtetransport über Materialgrenzen im Mauerwerk
Abstract
Zur besseren Erfassung des Feuchtetransports über die Kontaktzone zwischen zwei kapillaraktiven Materialien wurde zuerst der kapillare Flüssigtransport zwischen jeweils zwei, in idealem hygrischen Kontakt miteinander stehenden, Natursteinen untersucht. Dabei zeigt sich, dass das Wasseraufnahmeverhalten der zusammengesetzten Prüfkörper stark abhängig von der Reihenfolge der Materialien ist. Der Grund dafür liegt in den sehr unterschiedlichen Saugspannkurven der verwendeten Materialien. Die Berechnung des Wasseraufnahmeverhaltens ergibt in allen Fällen eine sehr gute Übereinstimmung zwischen Rechnung und Messung sowohl für den zeitlichen Verlauf der Wasseraufnahme, als auch für die sich ergebenden Wassergehaltsverteilungen. Untersuchungen beim Feuchteübergang zwischen Putz und Mauerstein zeigen, dass der Flüssigtransport über die Schichtgrenze behindert wird. Vergleiche zwischen experimentell gewonnenen Ergebnissen und Berechnungen zeigen, dass durch Einführung einer dünnen Widerstandsschicht zwischen Putz und Stein auch der Flüssigtransport über die Schichtgrenze zwischen Putz (oder Mörtel) und Mauerstein korrekt berechnet werden kann.