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2000
Journal Article
Title
Neue Vorbehandlung verbessert Korrosionsschutz und Haftfestigkeit
Abstract
Um zwischen PVD/CVD-Beschichtungen und Leichtmetallsubstraten die Haftfestigkeit zu verbessern und den Korrosionsschutz zu verstärken, wurde das Verfahren der anodischen Oxidation (Eloxalverfahren) weiterentwickelt. Es wird eine Metalloxidschicht aufgebaut, auf der anschließend durch einen plasmagestützten Beschichtungsprozeß die Funktionsschicht aufgebracht wird. Beim anodischen Oxidieren entstehen Poren, die zunächst mit einer wäßrigen Flüssigkeit gefüllt sind. Anders als bei den bisherigen Verfahren werden die Poren mit einer atmosphärischen oder Vakuumtrocknung ausgetrocknet. Untersuchungen zeigen, daß die dann aufgebrachte PVD/CVD-Beschichtung in die Poren der Oxidschicht hineinragt. Dadurch bildet sich eine feste Verklammerung. Mit zunehmender Dauer wächst das Schichtmaterial aus den Poren und damit aus der Oxidschicht heraus und bildet die funktionelle Schicht auf der Oxidschicht. Das Schichtsystem hat eine hohe Haftfestigkeit und Härte und zudem ein angenehmes Oberflächenfinish. Als Grundwerkstoff sind außer Aluminium auch andere Leichtmetalle wie Magnesium oder Titan möglich. Das Verfahren ist einfach durchführbar und reproduzierbar. Durch das Vorbehandlungsverfahren lassen sich die Anwendungsgebiete von Leichtmetall-Beschichtung-Gesamtsystemen erweitern. Genannt wird der Einsatz in Wärmetauschern, wo sowohl geringe Neigung zur Ablagerungsbildung als auch hohe Korrosionsbeständigkeit gefordert sind.