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2012
Conference Paper
Title
Feuchteschutz von Flachdächern in Holzbauweise unter Berücksichtigung von konvektionsbedingten Feuchteeinträgen gemäß Holzschutznorm DIN 68800-2
Abstract
Feuchte ist direkt oder indirekt für einen Großteil der Schäden an Gebäuden verantwortlich. Allerdings ist es häufig nicht klar, welche Ursache zu einem bestimmten Schadensbild führt, vor allem wenn verschiedene Vorgänge in Frage kommen. Ein wirksamer Feuchteschutz ist nur dann zu gewährleisten, wenn alle möglichen Schadensursachen und deren Randbedingungen berücksichtigt werden. Ein Beispiel für eine oft vernachlässigte Schadensursache ist die Dampfkonvektion, d. h. das Einströmen feuchter Raumluft in ein Bauteil. Im Gegensatz zur Dampfdiffusion entzieht sie sich einer einfachen rechnerischen Beurteilung und wurde deshalb in der Regel nicht betrachtet. Die Folge sind zahlreiche Feuchteschäden an Holzkonstruktionen, die die diffusionstechnischen Anforderungen nach DIN 4108-3 zwar erfüllt hatten, aber keine Austrocknung von ungeplant eindringender Feuchte zuließen. Wider besseres Wissen wurde lange so getan als wären die Bauteile absolut luftdicht, was leider so gut wie nie der Fall ist. Mit der Neufassung der DIN 68800-2 ist es erstmals gelungen, die Auswirkung von Dampfkonvektionsvorgängen in Bauteilen ansatzweise zu berücksichtigen. Dabei geht es nicht um die genaue Abbildung von Strömungsprozessen, sondern um ein Abschätzen der konvektiven Befeuchtung von gemäß dem Stand der Technik ausgeführten Leichtbauteilen während der Heizperiode. Die Hintergründe, Annahmen und Voraussetzungen fuer die Dampfkonvektionsansätze, die den Annahmen in dieser Norm zugrunde liegen, werden im Beitrag zusammengefasst und die feuchteschutztechnischen Konsequenzen anhand einiger Anwendungsbeispiele dargestellt.
Conference
Language
German