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October 6, 2025
Conference Paper
Title
KI-gestützte Risikobewertung von Klimadaten zur präventiven Konservierung
Abstract
Für die langfristige Erhaltung von Kunst- und Kulturgut im Innenraum ist das Raumklima ein entscheidender Faktor. Änderungen der relativen Feuchte und der Temperatur führen bei mobiler und immobiler Ausstattung, die häufig aus organischen Bestandteilen gefertigt sind, zu Quell- und Schrumpfprozessen. Die Materialverbünde (Träger, Grundierung, Malschicht) reagieren also immer auf Änderungen der klimatischen Bedingungen. Ist das Feuchte- oder Temperaturniveau zu hoch oder zu niedrig oder treten große Schwankungen auf, entstehen innerhalb der Schichten Spannungen, die dann zu Brüchen, Rissen, Lockerungen oder Substanzverlusten führen können (Abb. 1). Die Anwesenheit von Salzen stellt insbesondere für die Wandmalerei/ Architekturoberflächen ein großes Schadenspotenzial dar. Denn je nach Art und Mischungsverhältnis sind unterschiedliche klimatische Bedingungen für die Kristallisation von Salzen verantwortlich. Die sich daraus ergebende Volumenveränderung führt zwangsläufig zu hohen Substanzverlusten (Abb. 2). Für die Beurteilung von bauphysikalischen und konservatorischen Fragestellungen in historischen Gebäuden ist die Erhebung von Klimadaten seit Jahrzehnten Standard.1 Denn die Daten zu Temperatur und relativer Feuchte geben entscheidende Hinweise zu Problematiken, wie aufsteigende Feuchte, Sommerkondensation oder externe Feuchtequellen.
Language
German