Options
2010
Journal Article
Title
(Wie) Lässt sich thermischer Komfort normieren?
Abstract
Mit der neuen ""Behaglichkeitsnorm"" DIN EN 15251 steht zum ersten Mal ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem sich die Behaglichkeit in Räumen umfassend bewerten lässt. Sie liefert Kriterien für den thermischen, akustischen und visuellen Komfort und die Luftqualität. Thermischer Komfort wird beispielsweise über mehrere Parameter beurteilt: Luft- und Strahlungstemperatur, Raumluftfeuchte und Luftbewegung sowie die physiologischen bzw. arbeitsplatzbezogenen Größen Bekleidungsgrad und Aktivitätsniveau. Außerdem fließt die Erwartungshaltung der Nutzer ein und Gebäude mit bzw. ohne maschinelle Kühlung werden unterschiedlich bewertet. Wird damit ein besseres Klima zur Pflicht? Wie sieht dieses ""verbesserte Raumklima"" aus, welche Folgen hat dies für die Planung? Lässt sich das Raumklima im Einklang mit dem nachhaltigen und Energie sparenden Bauen realisieren? Welche technischen Lösungen sorgen für hohe Arbeitsplatzqualität mit geringem Energieaufwand? Bietet die neue Norm auch die Chance, einen Rechtsstreit über klimatische Raumverhältnisse zu vermeiden?