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2026
Study
Title
Grüne Jobs, gleiche Chancen
Title Supplement
Wege zu einer geschlechtergerechten Energiewirtschaft
Abstract
Energiewende und sozialer Klimaschutz erhöhen den Bedarf an Fachkräften, doch Frauen bleiben in der deutschen Energiewirtschaft mit nur 24 Prozent der Beschäftigten und 25 Prozent in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert. Diese Studie diskutiert vertikale und lokale Segregationsmuster, die zur Unterrepräsentanz von Frauen in der Energiewirtschaft führen. Dazu zählen früh verankerte Bildungs- und Berufsentscheidungen, männlich dominierte Rekrutierungs- und Beförderungspraktiken sowie projektbezogene Arbeitsorganisationen mit hohen Verfügbarkeits- und Präsenznormen. Zudem haben Kontextfaktoren wie die Region, die Branche oder eine staatliche Beteiligung von mindestens 50 Prozent gegenwärtig einen größeren Einfluss auf die Varianz im Frauenanteil als viele gleichstellungspolitische Maßnahmen selbst. Die wenigen Instrumente, die nachweislich einen unmittelbar positiven Zusammenhang mit höheren Frauenanteilen zeigen, sind Jobsharing in Führungspositionen, freiwillige Zielquoten und umfassende Gleichstellungsstrategien. Damit der Frauenanteil wirksam steigt, sollten Politik und Unternehmen daher Instrumente strategisch kombinieren, die strukturelle Ausschlüsse abbauen und Zugänge erweitern. Die Analyse zeigt: Nur so kann die Energiewende sozial und gleichstellungsgerecht gestaltet werden und zugleich die notwendige Fachkräftebasis sichern.
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