Fraunhofer-Gesellschaft

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Denkbare Entwicklungstendenzen unter Berücksichtigung der technischen, politischen, ökonomischen sowie umweltrelevanten Rahmenbedingungen

Innovationen im Holzwerkstoffbereich
 
: Kossatz, G.; Dix, B.; Harbs, C.

Knauer, N. ; Dachverband Wissenschaftlicher Gesellschaften der Agrar, Forst-, Ernährungs-, Veterinär- und Umweltforschung:
Holz als nachwachsender Rohstoff - Märkte, Innovationen, Zukunftschancen
Frankfurt/Main: DLG-Verlag, 1988 (Agrarspectrum 14)
ISBN: 3-7690-5013-4
S.107-114
Deutsch
Aufsatz in Buch
Fraunhofer WKI ()
Altpapier; Gipsplatte; Holzeinsatzmenge; Holzwerkstoff; Kurzumtriebholz; Marktanteil; MDF-Platte; Spanplatte

Abstract
Der Verbrauch an Holzspanplatten mit ca. 6 Mio cbm ist unverändert hoch. Andere Holzwerkstoffe werden keine größeren Marktanteile erreichen. Wir schätzen den Markt - bezogen auf Spanplatten - für MDF-Platten auf max. 10% (z.Zt. 1%), für zementgebundene Spanplatten auf max. 5% und für gipsgebundene Spanplatten auf max. 10%. Untersuchungen im WKI zu Nutzungsmöglichkeiten von Kurzumtriebhölzern zeigen, dass solche Holzsortimente zur Herstellung von Span- und Faserplatten geeignet sind, wobei allerdings hohe Feinanteile anfallen. Zunehmend kommen anorganisch gebundene Platten wie Gipsfaserplatten und Gipsspanplatten auf den Markt. Bezogen auf 1 cbm Platten ergeben sich folgende Holzeinsatzmengen: Holzspanplatten: 550-650, MDF-Platten: 700-800, Zementspanplatten: 200-270 und Gipsspanplatten: 175-250kg atro/cbm. Kurz- und mittelfristig sind beim Holzmengenverbrauch für die Herstellung von Holzwerkstoffen wesentliche Veränderungen nicht zu erwarten. Dies schliesst nicht aus, dass für seitens der Forst- und Landwirtschaft bereitgestellte preiswerte, hinsichtlich Verfügbarkeit, Holzarten und Aufbereitungsmöglichkeiten geeignete Holzsortimente der Verbrauch gesteigert werden kann. Überlegungen, bis zu 20% des Spangutes in Möbelspanplatten durch derzeit billig angebotenes Altpapier zu ersetzen, zeigen, dass für preiswerte Sortimente ein Markt besteht und dass die Abnehmer bereit sind, dafür an Produkt und Verfahren etwas zu ändern.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-18860.html

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