Fraunhofer-Gesellschaft

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Untersuchung eines lösungsmittelbasierten Recyclingprozesses zur Wiederverwertung von Polymeren, Antimontrioxid und bromierten Flammschutzmitteln aus Elektronik-Altgeräten

 
: Moselewski, Deborah
: Nirschl, Hermann; Kind, Matthias; Reinhardt, Sebastian; Rhein, Frank

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Fulltext urn:nbn:de:0011-n-6350787 (3.6 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: eb4288807a09c514fe3e0d7af6e93280
Created on: 26.5.2021


Karlsruhe, 2021, XIII, 60 pp., XVI
Karlsruhe, Inst. für Technologie (KIT), Master Thesis, 2021
German
Master Thesis, Electronic Publication
Fraunhofer ICT ()
WEEE; Waste Electrical and Electronic Equipment

Abstract
In der Richtlinie 2012/2019/EU des Europäischen Parlaments und des Rates zum Thema Elektro- und Elektronikaltgeräte (kurz: WEEE=Waste Electrical and Electronic Equipment) aus dem Jahr 2012 wird folgender Satz als einer der Gründe für diese Richtlinie genannt: „Die in Elektro- und Elektronikgeräten enthaltenen gefährlichen Bestandteile stellen ein großes Problem bei der Abfallentsorgung dar, und zu wenige Elektro- und Elektronik-Altgeräte werden dem Recycling zugeführt. Ohne Recycling gehen wertvolle Ressourcen verloren.“ (Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union, 2012) [1] Auf Grundlage dieser Richtlinie trat am 24. Oktober 2015 das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (kurz: ElektroG) [2] in Kraft. Aus dem Gesetz gehen drei Ziele hervor [3]: 1) Eine Mindestsammelquote der WEEE wurde festgelegt. Mindestens 45 Prozent des gemittelten Gesamtgewichts der in den drei Vorjahren in Verkehr gebrachten Geräte mussten gesammelt werden in den Jahren 2016 bis 2018. Seit 2019 beträgt die Mindestsammelquote 65 Prozent. 2) Je nach Gerätekategorie sind 75 bis 85 Prozent der jährlich gesammelten Masse an WEEE zu verwerten. In dieser Verwertungsquote wird auch die energetische Verwertung mitgezählt. 3) Je nach Gerätekategorie sind 55 bis 80 Prozent der jährlich gesammelten Masse an WEEE zu recyceln oder zur Wiederverwendung vorzubereiten. Diese Quote kann als Recyclingquote bezeichnet werden. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Trennung des Kunststoffes und seiner Zusätze genauer zu untersuchen und zu evaluieren, welche Faktoren das Verfahren positiv beeinflussen. Im Fokus stehen dabei zwei Prozessschritte: die Dichtetrennung von Antimontrioxid sowie eines unlöslichen bromierten Flammschutzmittels und die Kreuzstromfiltration zur Abtrennung eines löslichen bromierten Flammschutzmittels von dem Kunststoff.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-635078.html