Fraunhofer-Gesellschaft

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Produktionsverlagerungen rückläufig

Ausmaß und Motive von Produktionsverlagerungen und Rückverlagerungen im deutschen Verarbeitenden Gewerbe
 
: Kinkel, S.; Maloca, S.
: Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung -ISI-, Karlsruhe

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-686839 (187 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 0f3ddb8f9da969ece04812e1a6b6aace


Karlsruhe: Fraunhofer ISI, 2008, 12 pp.
Mitteilungen aus der ISI-Erhebung zur "Modernisierung der Produktion", 45
German
Report, Electronic Publication
Fraunhofer ISI ()

Abstract
Der Produktionsstandort Deutschland scheint in letzter Zeit wieder an Attraktivität gewonnen zu haben. Lediglich 15 Prozent der Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes haben von Mitte 2004 bis Mitte 2006 Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagert. Produktionsverlagerungen haben damit deutlich an Bedeutung verloren. Rückverlagerungen sind derweil etwa auf gleichem Niveau geblieben. Wie Panelanalysen zeigen, folgt auf jede vierte bis sechste Verlagerung innerhalb von vier bis fünf Jahren eine Rückverlagerung. Betriebe aus den neuen Bundesländern haben seltener Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagert. Die bevorzugte Zielregion für Produktionsverlagerungen - aber auch Herkunftsregion von Rückverlagerungen - waren die neuen EUMitgliedsländer. Bei der Betrachtung einzelner Länder folgte China hinter Tschechien und Polen bereits als drittattraktivstes Verlagerungsziel. Die Reduktion der Personalkosten ist nach wie vor das dominierende Motiv für
Produktionsverlagerungen, insbesondere in die neuen EU-Mitgliedsländer. Dagegen haben Steuern und Subventionen als Verlagerungsmotiv deutlich an Bedeutung verloren. Rückverlagerungen sind weiterhin vorrangig durch Flexibilitätseinbußen und Qualitätsprobleme der Auslandsproduktion motiviert.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-68683.html