Fraunhofer-Gesellschaft

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Chlorwasserstoffemissionen bei der Verbrennung von Holzreststoffen aus der Möbelherstellung

WKI-Mitteilung 449/1987.
 
: Marutzky, R.; Schriever, E.; Strecker, M.

Holz als Roh- und Werkstoff 22 (1987), Nr.11, S.1188-1193 : Abb.,Tab.,Lit.
ISSN: 0018-3768
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer WKI ()
Chlorwasserstoffemission; emission; Holzreststoff; Möbelherstellung; Verbrennung

Abstract
Naturbelassenes Holz enthaelt Chlor nur als Spurenbestandteil ohne emissionstechnische Bedeutung bei der Verbrennung. Signifikante Mengen an anorganischen Chlorverbindungen sind in Spanplatten und anderen Holzwerkstoffen enthalten. Messungen bei mit Spanplattenresten betriebenen Verbrennungsanlagen zeigten, dass nur ein geringer Teil des im Brennstoff enthaltenen Chlors als gas- oder dampffoermige Verbindung emittiert wird. Ueberschreitungen des von der TA Luft '86 vorgegebenen Grenzwertes von 30 mg/cbm waren stets mit dem Vorhandensein von PVC-Resten im Brennstoff verbunden. Kunststoffe auf PVC-Basis finden in der Moebelindustrie als Beschichtungs- und Kantenmaterial Anwendung. Da bereits sehr geringe Belastungen des Brennstoffs mit PVC (groesser als 0,05%) zu Ueberschreitungen des Grenzwertes fuehren koennen, ist es in der Moebelindustrie erforderlich, entweder PVC-Reste von anderen Reststoffen getrennt zu sammeln oder die Bildung und Abgabe von Chlorwasserstoff bei der Verbrennung d urch wirksame technische Massnahmen zu reduzieren. Sollte keine dieser Massnahmen moeglich oder ausreichend wirksam sein, muss PVC im Bereich der Moebelfertigung durch andere, chlorfreie Kunststoffe substituiert werden. (WKI)

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-7715.html