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Zur Bildung von flüchtigen organischen Säuren aus Holzspänen und Holzspanplatten

WKI-Mitteilung 482/1989.
 
: Roffael, E.

Holz-Zentralblatt 115 (1989), Nr.7, S.112,114-115 : Abb.,Tab.,Lit.
ISSN: 0018-3792
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer WKI ()
Ameise; Essigsäure; flüchtige Säure; Harnstofformaldehydharz; Holzart; Holzspan; Holzspanplatte; Klebstoff; Lagerung; MDI; PF-Harz; pH-Wert; Phenolformaldehydharz; Pufferkapazität; Trocknung; UF-Harz

Abstract
Die Acidität von Holzspänen erfährt durch die Lagerung tiefgreifende Veränderungen. Dies zeigt sich an einer deutlichen Abnahme des pH-Wertes sowie einer ausgeprägten Zunahme der Pufferkapazität (gegen Alkali) ihrer wäßrigen Auszüge. Ferner erhöht sich die Menge an flüchtigen Säuren (Ameisen- und Essigsäure), die unter thermohydrolytischen Bedingungen aus den Spänen entweichen. Die Abgabe an flüchtigen Säuren aus den Spänen bei einer nachträglichen Thermohydrolyse wird durch Trocknung bei hohen Temperaturen zusätzlich forciert. Nicht nur Holzspäne, sondern auch Holzspanplatten geben unter thermohydrolytischen Bedingungen Säuren ab. Die Menge an freiwerdenden Säuren aus Holzspanplatten wird von verschiedenen Einflußfaktoren bestimmt, die ineinandergreifen können. Hierzu gehört der Bindemitteltyp, die Verleimungsbedingungen und die Holzart. UF-gebundene Spanplatten aus Jungeiche gaben mehr flüchtige Säuren ab als diejenigen aus Alteiche. Bei der Verleimung mit UF-Harzen wirkt ein hoher F ormaldehydgehalt im Harz (niedriges U:F Verhältnis) auf die Säureabgabe aus Holzspanplatten erhöhend. In der Arbeit sind die komplexen Verhältnisse bei der Emission von Säuren aus Spanplatten besprochen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-6640.html