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Zwischenbilanz zur rationellen Energienutzung bei Thermoprozeßanlagen, insbesondere Industrieöfen. Abschlußbericht

Zusätzlich mit CD-ROM (Inhalt: Literatur-, Patent-, Förderdatenbank Industrieöfen sowie vollständiger Abschlußbericht als PDF-Datei für adobe Acrobat Reader)
 
: Radgen, P.; Jochem, E.
: Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung -ISI-, Karlsruhe

:
Volltext urn:nbn:de:0011-px-598673 (66 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 27564e7d0b74ee5e405fd4ffc0a78be7
Erstellt am: 22.5.2014


Karlsruhe: ISI, 1998, IX, 262 S.
Deutsch
Bericht, Elektronische Publikation
Fraunhofer ISI ()
Energieeinsparung; Elektrizitätsverbrauch; Rationalisierung; Außenhandel; Produktionstechnik; Wirtschaftszweig; Elektrizitätstarif; Wettbewerbsfähigkeit; Energiebedarf; Industrie; hardware; innovation; Energienutzung; Industrieofen; Thermisches Verfahren; Energieverbrauch; simulation; Lizenz; Thermoprozeßanlagen; Asien; Bundesrepublik Deutschland; USA; Japan; Osteuropa; Europa; Italien; Frankreich

Abstract
Das Bundesministerium für Forschung, Bildung, Wissenschaft und Technologie fördert seit vielen Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Energieeinsparung in Industrieöfen. Industrieöfen stellen in vielen industriellen Produktionsverfahren einen bedeutenden und für die Produktqualität kritischen Produktionsschritt dar. Ziel des Projektes war es, FuE im komplexen Feld der rationellen Energienutzung in der Industrie am Beispiel der Industrieöfen zu systematisieren, um die Ideenfindung zu intensivieren und die Hardware-Forschung zu rationalisieren. Durch gezielten Transfer von Wissen, Erfahrungen und Technologien quer zu den einzelnen Industrieofentypen und Branchen sollten Verbesserungsinnovationen auf möglichst breiter Basis angestoßen werden und Vorschläge erarbeitet werden, welche Maßnahmen in Zukunft durch das BMBF im Bereich Industrieöfen gefördert werden könnten. Im Rahmen einer systematischen Analyse der relevanten Einflußfaktoren auf das Innovationsgeschehen wurde eine Auswertung verschiedener Quellen durchgeführt. In einem ersten Schritt wurde der Anteil des in Industrieöfen eingesetzten Endenergieverbrauchs ermittelt. Er betrug im Jahr 1995 ca. 950 PJ und damit etwa 38 Prozent des gesamten industriellen Endenergieverbrauchs. Projektionen des Energiebedarfs bis 2005 ergaben einen auf 810 PJ rückläufigen Endenergieverbrauch bei gleichzeitig steigendem Stromanteil (aber etwa stagnierendem Strombedarf der Industrieöfen). Als zweite Quelle für die Analyse dienten wirtschaftlichen Indikatoren für Industrieöfen. Bei der Auswertung zeigte sich die sehr starke Wettbewerbsposition der deutschen Industrieofenhersteller. So gehen z. B. mehr als 50 Prozent aller in Deutschland hergestellten Industrieöfen in den Export, mit deutlichen Zuwächsen bei den Exporten nach Asien und Osteuropa. Trotz leichter Schwächung der Wettbewerbsposition halten die deutschen Hersteller Platz 1 der wichtigsten Lieferländer mit einem Weltmarktanteil von knapp über 20 Prozent. Wesentliche Konkurrenten sind dabei die USA, Japan und innerhalb Europas Italien. In Ländern mit günstigen Strompreisen, wie z. B. den USA und Frankreich ist dabei der Anteil der elektrischen Industrieöfen deutlich überdurchschnittlich. Der RCA-Wert für Industrieöfen zeigt eine deutlich überdurchschnittliche Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Bereich Industrieöfen gegenüber anderen Warengruppen in Deutschland. Sein Wert lag im Jahr 1996 bei 75, ist jedoch seit mehreren Jahren rückläufig. Um frühzeitig neue Entwicklungen am Markt zu erkennen, wurde eine Auswertung der Patentinformationen durchgeführt. Man erhält dadurch Hinweise über mögliche Gewinner des Innovationswettlaufs. Trotz insgesamt steigender Patentanmeldezahlen ist in den letzten Jahren ein Rückgang der Anmeldungen für Industrieöfen zu verzeichnen. Im Vordergrund der Anmeldungen für Industrieöfen standen Fragen zur Rationalisierung von Arbeit mit abnehmender bzw. zur Lebensdauer der Öfen und Auskleidungen mit zunehmender Tendenz.

 

The Federal Ministry for Research, Education, Science and Technology has been promoting research and development work on energy conservation in industrial furnaces for many years. In many industrial processes, industrial furnaces represent an important production stage which is critical for product quality. The aim of the project was to systemise R&D in the complex field of rational energy use in industry based on the example of industrial furnaces, in order to intensify the discovery of new ideas and to rationalise hardware research. Innovations for improvement were to be initiated on the broadest possible base by the targeted transfer of knowledge, experience and technologies across the individual furnace type and industrial branch and suggestions were to be made as to which measures could be promoted in future by the BMBF in the field of industrial furnaces. In a systematic analysis of the relevant factors of influence on innovation, an evaluation was made of different sources. In a first stage, the share of final energy consumption was determined which is used in industrial furnaces. This equalled approx. 950 PJ in 1995 and thus about 38 percent of total industrial final energy consumption. Projections of the energy demand up to 2005 show a final energy consumption declining to 810 PJ with a simultaneously increasing electricity share (but more or less stagnating electricity demand of industrial furnaces). Economic indicators for industrial furnaces served as the second source for the analysis. A very strong competitive position of German industrial furnace manufacturers was revealed in the evaluation. For example, more than 50 percent of all the industrial furnaces produced in Germany are exported with clear increases in the exports to Asia and Eastern Europe. Despite a slight weakening of their competitive position, German manufacturers have maintained first place among the most important supplier countries with a world market share of just over 20 percent. The main competitors are Italy within Europe, the USA and Japan. In countries with cheap electricity prices such as the USA and France, the share of electric industrial furnaces is clearly above average. The RCA number for industrial furnaces shows a clearly above average competitiveness of companies in the field of industrial furnaces compared with other product categories in Germany. This number was 75 in 1996, but has been declining for several years. In order to recognise new developments on the market in plenty of time, an evaluation was made of patent information. This can give indications of possible winners in the innovation race. Despite increases in total patent application figures, a drop in the applications for industrial furnaces was recorded over the last few years. Issues regarding the rationalization of work used to be at the forefront of applications for industrial furnaces.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-59867.html