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Simulation des Abriebs durch Antagonistenkontakt - Test einer neuen Versuchsanordnung

Bericht im Rahmen des Vorhabens BMFT/DFVLR 01 ZQ 100/7.
 
: Sattler, J.; Klaiber, B.; Soltesz, U.
: Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik -IWM-, Freiburg/Brsg.

Freiburg/Brsg., 1987
Wissenschaftlicher Bericht - Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik, W 14/87
Deutsch
Buch
Fraunhofer IWM ()
Abrieb; biomaterial; composite; Dentalmaterial; Verbundwerkstoff; Zahnfüllungsmaterial

Abstract
Basierend auf einer Pin-on-disc Anordnung mit den Eigenschaften eines 2-Körperabrasionssystems wurde eine Apparatur zur Simulation des Abriebs von Zahnfüllungsmaterialien unter direktem Antagonistenkontakt entworfen und auf ihre Tauglichkeit hin überprüft. In Vorversuchen mit fünf ausgewählten Kompositen konnte der Nachweis erbracht werden, daß es möglich ist, gut reproduzierbare Messungen der Abrasion mit geringer Streuung der Ergebnisse durchzuführen. In Übereinstimmung mit vergleichbaren Anordnungen ergab sich eine eindeutige Abhängigkeit der Verschleißfestigkeit vom Füllermaterial und ein tendenzieller Einfluß der Partikelgröße. Außerdem wurde eine stark erhöhte initiale Mikroabrasion der matrixreichen Oberfläche beobachtet. Zur Untersuchung des Einflusses der Versuchsparameter Flächenbelastung, Abrasionsfläche und Gleitgeschwindigkeit in physiologisch relevanter Größenordnung dienten Versuchsreihen mit drei unterschiedlichen Materialien, einem Amalgam, einem Hybridkomposit und ein em Mikrofüller. Die Versuchsreihen unter verschiedenen Flachenpressungen zeigten eine etwa parallel verlaufende Zunahme der Höhenreduktion mit einem überproportionalen Anstieg der Abrasion bei der maximalen Belastung. Bei Variation der Abrasionsfläche ließ sich kein Einfluß auf die Höhenabtragung nachweisen. Einen starken Einfluß hatte dagegen die Gleitgeschwindigkeit. In allen Versuchen ergab sich eine eindeutige Reihenfolge der Materialien bezüglich des Verschleißverhaltens: Das Amalgam zeigte immer den geringsten und das Hybrid den stärksten Abrieb. Im Falle der besten Übereinstimmung der Ergebnisse mit klinischen Befunden betragen die Abrasionsfaktoren der Komposite bezogen auf das Amalgam 1,5 bzw. 2,0. Die Ergebnisse unter diesen Versuchsbedingungen korrelieren gut mit klinischen Untersuchungen. Dies läßt auf eine klinische Relevanz der simulierten Abrasionsvorgänge schließen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-56576.html