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Die Oberflächenstruktur zahnärztlicher Füllungsmaterialien nach simulierter Abrasion durch Bürste, Antagonist und Nahrung - Ein Vergleich im Rasterelektronenmikroskop

 
: Klaiber, B.; Greiner, B.; Soltesz, U.
: Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik -IWM-, Freiburg/Brsg.

Freiburg/Brsg., 1981, 54 S. : Abb.,Tab.,Lit.
Wissenschaftlicher Bericht - Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik, W 2/81
Deutsch
Buch
Fraunhofer IWM ()
abrasion; Abrieb; biomaterial; composite; Dentalmaterial; Nahrungsaufnahme; Oberflächenstruktur; Verbundwerkstoff; Zahnfüllungsmaterial

Abstract
In dieser in vitro-Untersuchung wurde mittels rasterelektronenmikroskopischer Aufnahmen die Oberflächenstruktur verschiedener Composites, dreier hochglanzpolierbarer Materialien und eines Amalgams miteinander verglichen, nachdem sie durch drei unterschiedliche Abrasionsmethoden abradiert worden sind. Der Abrieb durch Zähneputzen, durch Antagonistenkontakt und durch die Nahrung sollte simuliert werden. Beim Bürstenabrieb wurde bei den Composites beobachtet, daß nur die Matrix durch die Putzkörper der Paste abgetragen wird, so daß die Füllkörper freigelegt werden. Diese werden dann bei nur noch geringer Verankerung in der Matrix durch die Borsten herausgebrochen. Durch die relativ großen Füllkörper ergibt sich hierdurch eine sehr rauhe Oberfläche. Bei den drei hochglanzpolierbaren Materialien wie auch beim Amalgam bleibt dagegen die Oberfläche glatt wie zu Beginn. Die Antagonistenabrasion zeigte, daß bei den herkömmlichen Composites die Füllkörper plan abgeschliffen werden. Zwischen dies en planen Partikeln werden Matrixteile und kleinere Zuschläge herausgerissen, Amalgam hat dagegen eine ähnlich glatte Oberflächenstruktur wie bei den Zahnbürstenversuchen. Bei der Simulation der Abrasion durch die Nahrung wurde festgestellt, daß der Materialverlust gegenüber den beiden anderen Mechanismen zu vernachlässigen ist. Bei den Composites wird nur die oberste füllkörperfreie Schicht abgetragen, so daß dann gerade die Spitzen der ersten Partikel zu sehen sind.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-53898.html