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Einsatz der digitalen Grautonbildverarbeitung als ein Meßprinzip in der Lackiertechnik

 
: Plischki, S.

Berlin u.a.: Springer, 1997, 134 S.
Zugl.: Stuttgart, Univ., Diss., 1997
IPA-IAO Forschung und Praxis, 261
ISBN: 3-540-64270-6
Deutsch
Dissertation
Fraunhofer IPA ()
Bildverarbeitung; Bildverarbeitungsprogramm; Digitaltechnik; Lack; Lackiertechnik; Meßverfahren; Prüf-System; Prüfung; Qualitätsprüfung; Qualitätssicherung

Abstract
In der Lackiertechnik gibt es heute noch eine Vielzahl wichtiger Prüfverfahren, die rein visuell durchgeführt werden. Die Prüfergebnisse sind personenbezogen und schlecht reproduzierbar. Durch eine Verfahrens-Recherche wurden alle Verfahren der Lackierprüftechnik sowie weiterführende qualitätssichernde Verfahren, die ein BV-Einsatzpotential aufweisen, gesammelt und strukturiert. Das Ergebnis stellt Konzepte für BV-Meß- und Auswertungssysteme vor. Da die Erkennbarkeit eines Auswertungsobjektes eine unerläßliche Forderung fü die erfolgreiche Umsetzung einer BV-Anwendung ist, wurde untersucht, ob und in welcher Form die optischen Eigenschaften einer Beschichtung die Erkennbarkeit beeinträchtigen und inwieweit diese ggf. durch geeignete Maßnahmen verbessert werden. Auf der Basis der hier gewonnenen Erkenntnisse und den Konzepten der Verfahrensstrukturierung wurden zwei unterschiedliche BV-Meß- und Auswertungssysteme technisch realisiert. Mit ihnen sind zwei repräsentativ ausgewählte, stark unterschiedliche Verfahren: - die Spritzbildanalyse zur Qualitätskontrolle von Druckluftzerstäubern und - die Auswertung von Steinschlagschäden, durchführbar. An diesen zwei sehr unterschiedlichen BV-Anwendungen, die in der Problematik der technischen Umsetzung stellvertretend für eine Großteil der übrigen BV-Anwendungen stehen, konnte gezeigt werden, daß ein bisher stark personenbezogenes Prüfergebnis mit Hilfe der BV zuverlässig durch ein objektives reproduzierbares, genaues Ergebnis ersetzt werden kann. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, daß über die relativ einfach gehaltenen Bewertungskriterien einer visuellen Betrachtung hinaus die Entwicklung und rechnerische Bestimmung weiterer, vom Betrachter nicht mehr zu erfassender Bewertungskriterien möglich ist. Damit konnte neben der gewünschten Objektivierung der Auswertungsergebnisse auch deren Aussagekraft erheblich gesteigert werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-46129.html