Fraunhofer-Gesellschaft

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Automation im Geldverkehr. Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen

 
: Harmsen, D.-M.; Weiß, G.; Georgieff, P.
: Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Düsseldorf

Opladen: Westdeutscher Verlag, 1991, 321 S.
Sozialverträgliche Technikgestaltung, 27
Deutsch
Buch
Fraunhofer ISI ()
Bankwesen; Datenschutz; DATEV; Organisation; Personal; Sozialinnovation; Sozialverträglichkeit; Zahlungsverkehr

Abstract
Die fortschreitende Automatisierung des Geldverkehrs wird zu Veränderungen der Vertriebs- und Betriebsorganisation sowie der Arbeitsplätze in Kreditinstituten führen, aber auch in der gewerblichen Wirtschaft und in Behörden sichtbar werden. Darüber hinaus werden neue Anforderungen an das Verhalten der Kunden und Konsumenten gestellt, insbesondere im Bereich der Selbstbedienung. Um Erkenntnisse über Verlauf und Richtung der Automatisierungsprozesse zu gewinnen und um die Voraussetzungen für eine Gestaltung dieser Prozesse verbessern zu können, wurden - die technischen Entwicklungslinien sowie sozialen und ökonomischen Auswirkungen auf die Organisation, auf Arbeitsplätze und private Haushalte untersucht sowie - Möglichkeiten zur sozialverträglichen Technikgestaltung durch die Kreditinstitute als Anwender und für die betroffenen Beschäftigten erarbeitet. Für eine sozialverträgliche Technikgestaltung sind in der Zahlungsverkehrsabwicklung folgende Defizite und Problemlagen zu beachten: - D ie Arbeitskräfte im Zahlungsverkehr werden auf die Automatisierungsprozesse qualifikatorisch unzureichend vorbereitet. - Chancen für kooperative, autonome Arbeitsformen, die den Beschäftigten positive Bezüge zu ihrer Arbeit ermöglichen, werden nicht ausgeschöpft. - Die Spannungen zwischen beruflichen und außerberuflichen Anforderungen und Ansprüchen, die für die in der Zahlungsverkehrsabwicklung überwiegend eingesetzte Frauen in besonderem Maße bestehen, werden nicht abgebaut. Flexible Arbeitsgestaltung wird vor allem als Anpassung an veränderte Arbeitsmengen und Ablaufgestaltung verstanden, nicht als Chance einer individuelleren Gestaltung von Arbeitsverhältnissen und Arbeitszeiten. - Tendenzen der Marginalisierung der Arbeitskräfte im beleghaften Zahlungsverkehr und der einfachen Tätigkeitsbereiche überhaupt werden durch Ausschluß dieser Gruppen aus betrieblichen Qualifizierungs- und Berufsförderungsmaßnahmen und durch eine Bewertung verstärkt. - Durch den Personalabbau in der Zahlu n

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