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Auswirkungen von Verarbeitungs- und Prüfbedingungen auf die Festigkeit von ausgewählten Komposit-Füllungsmaterialien

Bericht im Rahmen des Vorhabens BMFT/DFVLR 01 ZQ 100/7.
 
: Denzel, M.; Klaiber, B.; Soltesz, U.
: Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik -IWM-, Freiburg/Brsg.

Freiburg/Brsg., 1986
Wissenschaftlicher Bericht - Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik, W 2/86
Deutsch
Buch
Fraunhofer IWM ()
biomaterial; composite; Dentalmaterial; Festigkeit; Prüfbedingungen; Verarbeitung; Verbundwerkstoff; Zahnfüllungsmaterial

Abstract
Drei autopolymerisierende Komposite (Adaptic, Estic microfill und Nimetic) wurden stellvertretend für die Materialgruppen der Hybridkomposite, der inhomogenen Mikrofüllerkomposite und der konventionellen Komposite im 3-Punkt-Biege- und axialen Druckversuch auf Parameter untersucht, die während der Probenherstellung-, -lagerung und -prüfung Einfluß auf die Festigkeitseigenschaften nehmen können. Dabei wurden der klinischen Relevanz und Standardisierbarkeit der untersuchten Versuchsbedingungen besondere Beachtung geschenkt. Zur Auswertung der Ergebnisse wurden verschiedene statistische Methoden herangezogen. Es wurde gezeigt, daß ein Unterschreiten der vom Hersteller angegebenen Anmischzeit um 50% eine Reduzierung der Druckfestigkeit um ca. 20% für alle Materialien bedeutet. Als Grund für diese Effekte ist die ungenügende Durchmischung der Pasten zu nennen, die zu verzögert und inhomogen ablaufenden chemischen Reaktionen führt. Entsprechende Überschreitungen der Anmischzeit zeigen keiner lei Einfluß auf Biege- oder Druckfestigkeit. Eine Verkürzung der Preßdauer von 15 (DIN 13922) auf 5 Minuten ergibt keine signifikante Änderung der Biege- oder Druckfestigkeit. Unter stark reduziertemn Preßdruck weisen ausgehäartete Proben gegenüber normgerecht hergestellten um 10 - 20% erniedrigte Biege- und Druckspannungswerte auf. Die so gewonnenen Werte dürften klinisch aussagekräftiger sein, da unter solchen Bedingungen ebenfalls nicht der volle Preßdruck auf das in der Kavität befindliche Material übertragen werden kann. Änderungen der Lagerungszeiten zwischen 3 und 72 h beeinflussen die Festigkeitswerte nur unwesentlich. Tendenzielle Anstiege der Biegefestigkeit sind lediglich im Berich von 3-8 h zu verzeichnen. Unter Laborbedingungen sind für Belastungsgeschwindigkeiten von 0,3 - 30 MPa/s (= 5 - 500 N/min) keine signifikanten Änderungen der Biegefestigkeiten beobachtet worden. Für E-Modul und Dehngrenze besteht indessen eine Abhängigkeit von der Beanspruchungsgeschwindigkeit, d i

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-43738.html