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Auftragskoordination in Produktionsnetzen der Halbleiterindustrie

 
: Dudenhausen, H.-M.

Heimsheim: Jost-Jetter Verlag, 1999, 139 S.
Zugl.: Stuttgart, Univ., Diss., 1999
IPA-IAO Forschung und Praxis, 305
ISBN: 3-931388-19-0
Deutsch
Dissertation
Fraunhofer IPA ()
Auftragsfertigung; CORBA; Halbleiter; Produktionsorganisation

Abstract
Die unternehmensübergreifende Auftragskoordination gewinnt mit der steigenden Zahl von Produktionsnetzwerken zunehmend an Bedeutung. Mit dem hier entwickelten Verfahren zur Auftragskoordination in Produktionsnetzen der Halbleiterindustrie lassen sich Aufträge unter globalen Gesichtspunkten optimiert zerlegen, terminieren und bei Redundanzen von Prozessen den alternativen Partnern des Produktionsnetzers zuordnen. Auf diese Weise wird das enorme Verbesserungspotential, das durch eine netzwerkweite Synchronisation der Leistungserstellungsprozesse in Produktionsnetzen erzielt werden kann, ausgeschöpft. Gegenüber einem Betrieb des Produktionsnetzes mit herkömmlichen PPS-Systemen, die über keine netzwerkspezifische Funktionalität verfügen, führt der Einsatz des entwickelten Auftragskoordinationssystems zu einer Verkürzung der Durchlaufzeiten, einer Verringerung der Bestände an den interorganisatorischen Schnittstellen sowie einer Erhöhung der Transparenz des Auftragsflusses durch das Produkt ionsnetz. Dies schlägt sich unmittelbar in einer Reduktion der Produktionskosten und einer Erhöhung der Kundenzufriedenheit nieder. Die Überlassung der lokalen Planungs- und Steuerungsverantwortung bei den Partnern des Produktionsnetzes sowie eine Kapselung sensibler Informationen und eine Weitergabe von ausschließlich wenigen, verdichteten, koordinationsrelevanten Daten führen zu einer breiten Akzeptanz des Verfahrens. Um eine industrielle Anwendbarkeit des Auftragskoordinationsverfahrens sicherzustellen, wird zur Umsetzung mit CORBA auf eine standardisierte IuK-Architektur, für die mehrere kommerziell erwerbbare Implementationen für gängige Betriebssysteme existieren, gesetzt. Durch die Nutzung moderner, objektorientierter, verteilter Softwaretechnologie wird die Weiternutzung und Integration von Altsystemen ermöglicht, so daß auf lokaler Seite keine unverhältnismäßig hohen Kosten entstehen. Weiterhin kann durch die standardisierte und elektronisch abgewickelte Kommunikation, die mi t der Koordination der Partner verstärkt entsteht, ein Anstieg der Transaktionskosten verhindert werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-43681.html