Fraunhofer-Gesellschaft

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Wiederaufarbeitung und Wiederverwertung von Produkten

 
: Lang, J.; Bierhals, R.

Angerer, G.; Bierhals, R.; Hipp, C.; Kalb, H.; Lang, J.; Marscheider-Weidemann, F.; Nathani, C.; Reger, G.; Schön, M. ; Umweltbundesamt -UBA-, Berlin:
Innovationspotentiale von Umwelttechnologien : Innovationsstrategien im Spannungsfeld von Technologie, Ökologie und Ökonomie
Heidelberg: Physica-Verlag, 1998 (Technik Wirtschaft und Politik 32)
ISBN: 3-7908-1125-4
S.181-240
Deutsch
Aufsatz in Buch
Fraunhofer ISI ()
recycling; Umweltverträglichkeit; Fallbeispiel; Kreislaufwirtschaft; Fallstudie; wirtschaftlicher Aspekt; Literaturauswertung; Innovationspotential; Unternehmenspolitik; Wiederaufbereitung; Innovation; Umweltschutztechnik; internationaler Vergleich; Ökobilanz; Aufbereitungstechnik; Hemmnisse; Wiederaufarbeitung; Förderfaktor

Abstract
Mit dem Inkrafttreten des Kreislaufwirtschaftsgesetzes Anfang 1996 erstreckt sich die Verantwortung der Produzenten auch auf die Nachnutzungs- oder Entsorgungsphase der jeweiligen Produkte. Daraus leitet sich als Handlungsoption ein Designprozeß ab, bei dem umweltrelevante Attribute nicht als Nebenbedingungen sondern als Designziele, Designzielsetzungen oder Designmöglichkeiten aufgefaßt werden. Ein Kernpunkt des ökologischen Produktdesigns ist die Mehrfachzielsetzung beim Designprozeß. Die Kreislaufwirtschaft bedingt eine wesentlich intensivere Vernetzung der Akteure vor allem zwischen der Wertschöpfungskette einerseits und der Entwertungskette andererseits. Die sich darauf aufbauenden Überlegungen zur effizienteren Nutzung der Produkte führt zwangsläufig zur Intensivierung der Dienstleistungen. Für manche Unternehmen können neuartige Nutzungskonzepte den Ausstieg aus der reinen Fertigungswirtschaft und den Einstieg in eine verstärkte Dienstleistungswirtschaft interessant machen. In einer Fallstudie wurden sechs Unternehmen nach Zielen und Motiven für die Entwicklung und Einführung des Konzeptes 'Wiederaufarbeitung und Wiederverwendung' befragt. Die Ergebnisse dieser Interviews werden dargelegt. Danach werden die charakteristischen Ausprägungen und Elemente unternehmerischer Umweltstrategien beschrieben. Dabei werden zunächst die Unternehmen hinsichtlich ihrer generellen Verhaltensnormen eingeordnet. Anschließend werden Umweltstrategien im einzelnen, teilweise differenziert nach Geschäftsfeldern, erörtert. Schließlich werden die vorgefundenen Umweltstrategien mit den in der Literatur beschriebenen Strategien verglichen. Die in der Fallstudie untersuchten Unternehmen sehen im Umweltschutz überwiegend eine innovative Herausforderung mit geschäftlichen Chancen. Die Motive zur Einführung der Wiederaufarbeitung verdeutlichen aber auch, daß gesetzliche Entwicklungen die eigentliche Triebkraft sind. Entscheidendes technisches Hemmnis für Wiederaufarbeitung und Wiederverwendung gebrauchter Produkte ist die Informationsbereitstellung bezüglich der Abnutzung bzw. dem Restnutzungspotential.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-41815.html