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Werkzeugverschleißüberwachung mit Schallemissionsverfahren

 
: Waschkies, E.

Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V. -DGZfP-, Berlin:
Neue Aufgaben für die ZfP. DGZfP-Jahrestagung
Berlin/West, 1990
S.195-203
Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (Jahrestagung) <1990, Trier>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IZFP ()
Automatisierung; Fertigungsverfahren; Schallemissionsverfahren; Werkzeugverschleißerkennung

Abstract
Im Zuge der fortschreitenden Automatisierung der Fertigungsverfahren besteht ein Bedarf an der Überwachung der Bearbeitungsqualität und des Werkzeugverschleißes. Ein wesentliches Hindernis gegen die Einführung einer vollautomatisch arbeitenden Fertigung ist das Fehlen geeigneter Sensoren für die Prozeßüberwachung. Die derzeit angewandten Methoden: die Messung des Leistungsbedarfs, der Zerspankräfte, der Temperatur, erweisen sich in vielen Fällen als zu unempfindlich, zu aufwendig oder nicht durchführbar. Damit ist bis auf einige Sonderfälle keine kontinuierliche Prozeßüberwachung während der Bearbeitung durchführbar. Seit Ende der 70er Jahre wird versucht, die beim Bearbeitungsprozeß entstehende Schall-Emission (SE) für eine Prozeßüberwachung zu nutzen. Bisher konnte das Ziel der Verschleißerkennung unter industriell üblichen Drehbedingungen nicht erreicht werden. Die derzeit angebotenen SE-Meßsysteme zielen deshalb im wesentlichen auf die Werzeugbrucherkennung ab. Zielsetzung der im R ahmen eines BRITE-Projektes durchgeführten Arbeiten war, den Werkzeugverschleiß vor dem Werkzeugbruch zu erkennen und zu bewerten. Durch konzeptionelle Verbesserungen der Meßtechnik konnten neue Signalanalyse- und Bewertungskonzepte realisiert werden, die eine Separierung der wesentlichen Prozeßgeräusche erlauben, wie z.B. die Abtrennung des Schneidgeräusches von den Signalen des Spanbruchs. Dadurch ist einerseits eine quantitative Verschleißbewertung des Werkzeuges möglich, und zum anderen kann durch Auswertung der Spanbruchsignale das Spanverhalten (z.B. Spanlängenverteilung) beurteilt werden. Die Werkzeugverschleißerkennung und Bewertung wurde unter industriell üblichen Drehbedingungen an verschiedenen Werkzeugen und verschiedenen Werkstoffen mit und ohne Kühlschmiermittel erprobt.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-41678.html