Fraunhofer-Gesellschaft

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Wärmeschutz von Gebäuden

 
: Schön, M.; Gruber, E.

Angerer, G.; Bierhals, R.; Hipp, C.; Kalb, H.; Lang, J.; Marscheider-Weidemann, F.; Nathani, C.; Reger, G.; Schön, M. ; Umweltbundesamt -UBA-, Berlin:
Innovationspotentiale von Umwelttechnologien : Innovationsstrategien im Spannungsfeld von Technologie, Ökologie und Ökonomie
Heidelberg: Physica-Verlag, 1998 (Technik Wirtschaft und Politik 32)
ISBN: 3-7908-1125-4
S.75-84
Deutsch
Aufsatz in Buch
Fraunhofer ISI ()
Akzeptanz; Gebäude; Kleinbetrieb; Mittelbetrieb; wärmedämmende Maßnahmen; Wärmedämmung; Haus; Dach; Fenster; Fassade

Abstract
Die Gesetzgebung bietet eine Wahlmöglichkeit zwischen unterschiedlichen wärmebedarfssenkenden Maßnahmen. In diesem Beitrag wird der Teilbereich der Gebäude betrachtet, in welchem die anteilsmäßig bedeutendsten Potentiale vorhanden sind. Demnach kann das höchste Einsparpotential durch Maßnahmen an den Außenwänden realisiert werden. Danach folgen die Wärmedämmung von Dächern, durch Isolierverglasung der Fenster, Dämmung des Wohnraumes gegen den Keller und der Einbau einer Wärmerückgewinnungsanlage. Im Bereich der nachträglichen Wärmedämmung von Gebäuden werden bei weitem nicht alle Maßnahmen durchgeführt, die wirtschaftlich sind. Allerdings besteht hier das Problem der langen Amortisationszeiten, das für die Umsetzung dieser Maßnahmen zur Energieeinsparung gegenüber anderen noch größeren Hindernisse aufwirft. Eine Außenwanddämmung empfiehlt sich besonders dann, wenn eine Erneuerung an der Außenfassade vorgenommen und ohnehin ein Gerüst benötigt wird. Es wurden die Hintergründe untersucht, warum Maßnahmen zur Wärmedämmung unterbleiben. Die Untersuchungsergebnisse werden nach Bereichen und Zielgruppen aufgeschlüsselt. So haben die Eigentümer von Einfamilienhäusern zu wenig energietechnische Erkenntnisse. Es fehlt ihnen auch der Marktüberblick. Meist werden nur die unbedingt nötigen Sanierungsmaßnahmen oder Komfortverbesserungen durchgeführt. Kleineigentümer von Mietwohnungen befassen sich mit der energietechnischen Qualität ihrer Immobilien allenfalls am Rande, haben wenig Kenntnisse und keinen finanziellen Anreiz für Investitionen in wärmedämmende Maßnahmen, wie dies auch für Baugesellschaften gilt. Mittelständische Unternehmen und auch Großbetriebe haben in der Regel keine eigenen Energiefachleute, so daß Maßnahmen zur rationellen Energienutzung nur einen Randaspekt darstellen. Auch bei öffentlichen Einrichtungen fehlen den Entscheidungsträgern häufig energietechnische Kenntnisse und der Marktüberblick. Durch das Auseinanderfallen von Verwaltungs- und Investitionshaushalt fehlen zudem häufig auch das Bewusstsein über die Betriebskosten und das betriebswirtschaftliche Denken.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-41155.html