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Zum Verhalten von Splint und Kernholz der Kiefer bei der Verleimung mit Diisocyanat-Klebstoffen -PMDI-

On the behaviour of sap- and heartwood of pine during bonding with diisocyanate glues -PMDI-
 
: Lelis, R.; Roffael, E.; Becker, G.

Holz-Zentralblatt 118 (1992), S.2204,2206,2208,2210
ISSN: 0018-3792
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer WKI ()
Diisocyanat-Bindemittel; diisocyanate glue; heartwood; Kernholz; Kiefer; particleboard; pine; sapwood; Spanplatte; Splintholz

Abstract
Späne aus Kiefernsplint- und Kiefernkernholz wurden aus alten Bäumen (117 und 142 Jahre) gewonnen und chemisch charakterisiert. Ferner wurden aus den Spänen einschichtige 20 mm dicke Holzspanplatten mit einem Klebstoff auf Basis von polymeren Düsocyanaten (PMDI) hergestellt und ihre physikalisch- technologischen und chemischen Eigenschaften ermittelt. Die Ergebnisse zeigen: Kernholzspäne besitzen gegenüber den Splintholzspänen einen höheren Extraktstoffgehalt und einen im Durchschnitt um etwa 1 % höheren Ligningehalt (ermittelt nach der Methode von Halse). Zwischen den Spänen des Splint- und Kernholzes bestehen keine charakteristischen Unterschiede im Pentosangehalt. Die wässerigen Auszüge der Splintholzspäne weisen einen niedrigeren pH-Wert und entsprechend höhere Pufferkapazität gegenüber Alkali als die der Späne aus dem Kernbereich auf. Die PMDI-Spanplatten aus Kernholzspänen lagen in ihrer Querzugfestigkeit und Biegefestigkeit deutlich niedriger als die aus den Splintholzspänen her gestellten. Dennoch lag die Dickenquellung der aus den Kernholzspänen hergestellten Spanplatten wesentlich niedriger als die der Splintholzplatten. Auch die Sorptionsfeuchte der Platten lag wesentlich niedriger als die der Splintplatten. Als PMDI-gebundene Werkstoffe gaben erwartungsgemäß Kern- und Splintholzplatten insgesamt nur unbedeutende Mengen an Formaldehyd ab.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-39707.html