Fraunhofer-Gesellschaft

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Die Verbrennung großer freigesetzter Gaswolken am Beispiel Erdgas

 
: Pförtner, H.; Schneider, H.

FhG-Berichte (1989), Nr.2, S.58-61 : Abb.,Lit.
ISSN: 0342-1953
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer ICT ()
Druckwelle; Erdgas; Flächenzündung; Flammengeschwindigkeit; Freisetzung; Gaswolke; Linienzuendung; Punktzündung; Turbulenz; Verbrennung

Abstract
Die Flammengeschwindigkeit liegt bei der Deflagration annähernd stöchiometrischer Kohlenwasserstoff/Luft-Gemische aus 90% Methan und 10% Ethan erheblich unter 20m/s. Selbst bei turbulenter Anregung der unverbrannten Wolke wird dieser Wert nicht erreicht. Die maximalen Überdrücke, die bei den Versuchen gemessen wurden, sind mit Werten zwischen 1 und 25 hPa sehr niedrig. Die Anwesenheit von einzelnen Hindernissen in der Wolke führt zu mehreren Druckpeaks, die aber nicht wesentlich höher sind als der durch die Deflagration entstehende Gesamtdruck. De Anwesenheit von einzelnen Hindernissen, die z.T. in Form von Gassen angeordnet waren, und einem überlagerten turbulenten Strömungsfeld führt zu keinme höheren Gesamtdruck der Deflagration als im Falle eines Strömungsfelds ohne Hindernisse. Allerdings treten bei der Wechselwirkung der Flamme mit Hindernissen, mit Straßen oder Lücken zwischen den Hindernissen kurzzeitig Flammenbeschleunigungen und daher kurze Druckpeaks auf, die höher als der G esamtdruck sind. Der Spitzenüberdruck fällt umgekehrt proportional zur Entfernung vom Entstehungsort ab. Die Experimente haben gezeigt, daß die Zündung von stöchiometrischen Gemischen von Kohlenwasserstoffen wie LNG und Luft, die flache Wolken bilden, selbst bei Anwesenheit von einzelnen, verteilten Hindernissen und turbulenter Strömung zu einer Deflagration mit Flammengeschwindigkeiten führt, die keine die Umgebung gefährdende Drücke erzeugen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-38320.html

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