Fraunhofer-Gesellschaft

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Untersuchungen über die Veränderungen der Fichtenrinde durch thermische Behandlung

WKI-Mitteilung 561/1992.
Investigation on the changes of spruce bark by thermal treatment
 
: Prasetya, B.; Böhner, G.; Roffael, E.

:

Holz als Roh- und Werkstoff 50 (1992), S.353-362
ISSN: 0018-3768
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer WKI ()
extractive; Extraktstoff; Fichtenrinde; sorptional behaviour; Sorptionsverhalten; spruce bark; thermal treatment; thermische Behandlung

Abstract
Durch die thermische Behandlung erfahren der Fichtenbast und die Fichtenborke Veränderungen in ihrer chemischen Zusammensetzung und im physikalischen Verhalten. Die thermischen Behandlungen führen zu einer deutlichen Gewichtsabnahme der Rinde, zu einer Verringerung des Extraktstoffgehalts (im Wasser und in Ethanol-Cyclohexan), des Holocellulose-, des Pentosangehalts, zur nennenswerten Erhöhung des "Ligninrückstands". Der pH-Wert der wäßrigen Extrakte nahm bis zu einer Temperatur 150 Grad C ab, um bei 200 Grad C etwas anzusteigen. Die Pufferkapazität der wäßrigen Extrakte erhöht sich im allgemeinen mit steigender Behandlungstemperatur und -dauer. Die thermische Behandlung ruft weiterhin eine Erhöhung des Gehalts an auswaschbaren flüchtigen Säuren und eine Verringerung des Polyphenolgehalts in den wässerigen Extrakten hervor. Infolge thermischer Behandlung nehmen das Wasserrückhaltevermögen sowie die Feuchteaufnahme des Rindenbastes und der Rindenborke, insbesondere im Bereich hoher rel. Luftfeuchte, ab. Die Veränderungen im Fichtenbast waren meistens weitaus deutlicher als die in der Fichtenborke. Gegenüber thermischen Behandlungen scheint der Fichtenbast weitaus empfindlicher als die Fichtenborke.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-37858.html