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Toxische Wirkungen von Antimon auf Repräsentanten trophischer Ebenen von Bodenbiozönosen

 
: Hammel, W.; Steubing, L.; Debus, R.

Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft, Kommission Bodenbiologie:
Neue Konzepte in der Bodenbiologie. Vortragstagung : 2.-4. Oktober 1996 in Linz/Austria
Göttingen, 1996 (Mitteilungen der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft 81)
ISSN: 0343-107X
S.263-266 : Lit.
Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft, Kommission Bodenbiologie (Vortragstagung) <1996, Linz>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IUCT ( IME) ()
Antimon; antimony; Bodenalgen; Bodenkontakttest; Collembolen; heavy metal; Nematoden; reproduction; Reproduktion; Schwermetall; soilalgae; Solid-Phase-Test; spinach; Spinat; springtail; toxicity assessment; Toxizität

Abstract
Antimon gelangt u.a. durch Emissionen des Straßenverkehrs, der Erzverhüttung und die Nutzung fossiler Brennstoffe in die Umwelt. Lokal begrenzt können auch geogen bedingt hohe Antimongehalte in Böden auftreten. Einige Verbindungen dieses Elementes sind nachgewiesen humantoxisch und kanzerogen. Über sein ökotoxikologisches Potential gegenüber edaphischen Organismen ist nichts bekannt. Das ökotoxische Potential von Antimon wurde anhand von Repräsentanten der trophischen Ebenen terrestrischer Biozönosen (Bodenalgen, höhere Pflanzen, Nematoden, Collembolen) in Bodenkonakttests quantifiziert. Untersucht wurden SbO/K-Tartrat, Sb-III-Sulfid und Sb-V-Sulfid. Toxische Effekte waren sowohl von der applizierten Verbindung, als auch von den Eigenschaften der Böden über die die Exposition erfolgte abhängig. Die ermittelten EC(50)-Werte reichten von 189 bis > 1000 mg Sb/kg. Es wurde eine abnehmende Sensitivität Bodenalgen > Nematoden > Collembolen = höhere Pflanzen gegenüber Antimon festgestellt. Di e durch künstliche Kontamination von Böden hergerufenen Effekte wurden mit Reaktionen der gleichen Organismen auf Exposition in fünf geogen belastete Böden einer Bergbauregion (bis 1317 mg Sb/kg) verglichen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-36754.html