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Technisch-wirtschaftliche und theoretische Einsparpotentiale der Energieanwendung

 
: Jochem, E.

Klimabeeinflussung durch den Menschen. Bd.2. Aktueller Wissenstand, denkbare Energietechniken und -strategien
Düsseldorf: VDI-Verlag, 1990 (VDI-Berichte 809)
ISBN: 3-18-090809-2
S.29-48
Verein Deutscher Ingenieure (Tagung) <1990, Düsseldorf>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer ISI ()
Literatur; potential; Wirtschaftlichkeit; economy; energy

Abstract
Im Hinblick auf die zukünftige Energiebedarfsentwicklung und die Verminderung energiebedingter klimarelevanter Emissionen werden technisch-wirtschaftliche, theoretische und verhaltensbedingte Möglichkeiten der rationellen Energienutzung untersucht. Auf Grund verschiedener für diese Analyse herangezogener Daten und Prognosen wird das technische Energieeinsparpotential für die nächsten 30 Jahre auf etwa 45%, für die nächsten 100 Jahre auf über 80% geschätzt. Eine Zunahme des Pro-Kopf-Energieverbrauchs bis zum Jahr 2020 in den westlichen Industrienationen um 13%, in den östlichen um 28 bis 45%, bedeutet eine Zunahme des globalen Primärenergiebedarfs bis 2020 um 75%, was einschl. der Zunahme der Kernenergie um das 3,5fache zu einem Anstieg der CO2- Emissionen um 50% führt und die von den Klimatologen geförderte weltweite 30%ige Reduktion der CO2-Emission weit übertrifft. Die Substitution von fossilen Energieträgern durch erneuerbare Energiequellen und durch Kernenergie kann zwar nicht umgekehrt, durch die Anwendung rationeller Energienutzung jedoch stabilisiert werden. Bei einem energetischen Gesamtwirkungsgrad der BR Deutschland von etwa 0,33 und einem vorstellbaren technischen Energienutzungspotential von 50% sollten heute verfügbare technische Lösungen und Kenntnisse genützt werden: Für zahlreiche Bereiche der Energieverwendung wird ausführlich das technische Energieeinsparpotential (= CO2-Verminderungspotential) zusammengestellt und insgesamt zu 35 bis 45% ermittelt, bezogen auf den Energieverbrauch des Jahres 1987. Das theoretische Energieeinsparpotential wird auf Grund beispielhaft behandelter technologischer Grundsatzbetrachtungen auf mindestens 80% geschätzt. Durch energiebewusstes Verhalten (Sensibilisierung, Komfortverzicht) und verminderte Nachfrage nach Energiedienstleistungen lassen sich Energieeinsparungen beim Endenergieverbrauch von etwa 4 bis 7% insgesamt in verschiedenen Bereichen erzielen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-35830.html