Fraunhofer-Gesellschaft

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Schwingfestigkeit wetterfester Baustähle nach langjähriger Bewitterung

Fatigue of weathering steels after large environmental exposure
 

Stahl und Eisen 117 (1997), Nr.11, S.105-111 : Ill., Lit.
ISSN: 0340-4803
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer LBF ()
Baustahl; Bewitterung; bridge construction; Brückenbau; corrosion; corrosion resistance; Dauerfestigkeit; endurance limit; fatigue notch factor; fatigue strength; Kerbwirkungszahl; Korrosion; Korrosionsbeständigkeit; material property; mechanical property; mechanische Eigenschaft; Probestab; reversed loading; Schwingfestigkeit; specimen; structural steel; weathering; Wechselbeanspruchung; Werkstoffeigenschaft; Woehler curve; Wöhlerlinie

Abstract
In einer Gemeinschaftsarbeit zwischen vier deutschen Stahlunternehmen und dem Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit (LBF) in Darmstadt wurde an bis zu 20 Jahren an zwei Industriestandorten ausgelagerten Proben aus dem allgemeinen Baustahl S355J2G3 (St 52-3) und dem wetterfesten Baustahl S355J2G1W (WTSt 52-3) ihr Dauerschwingverhalten in Abhängigkeit von der Probenform (ungeschweißt, geschweißt) und der Auslagerungsdauer ermittelt. Bei den ungeschweißten Proben fällt die Schwingfestigkeit innerhalb einer zweijährigen Bewitterung um bis zu 30 Prozent ab (bis zu 35 Prozent bei bis zu 20 Jahren Bewitterung); dabei wies der wetterfeste Baustahl stets eine geringere Abrostung auf als der allgemeine Baustahl. Für die Bauteilbemessung ist das Schwingfestigkeitsverhalten geschweißter Proben wichtiger. Bei den Formelementen Stumpfstoß und Quersteife bleibt die Beanspruchbarkeit von der Dauer der Bewitterung unabhängig. Der Grund dafür ist, daß der Einfluß der Korrosion von der schwingfestig keitsmindernden Wirkung der Einbrandkerben beim Schweißen überdeckt wird. Die Untersuchungsergebnisse tragen dazu bei, die Berechnung von Bauwerken aus wetterfestem Baustahl auch für Fälle mit Wechselbeanspruchung zu sichern. In den gängigen Zulassungs- und Bemessungsregeln ist das Schwingfestigkeitsverhalten in Abhängigkeit von der Bewitterungsdauer nicht einheitlich und ausreichend erfaßt.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-32936.html