Fraunhofer-Gesellschaft

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Schneiden mit Hochdruckstrahlen in der Lebensmittelindustrie

 
: Henning, A.

Fleischwirtschaft 76 (1996), Nr.4, S.1-4
ISSN: 0015-363X
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IPA ()
Lebensmittel; Schneiden; Wasserstrahl; Wasserstrahlabrasivschneiden

Abstract
Schneidprozesse spielen in der Lebensmittelindustrie eine zentrale Rolle. Neben der konventionellen Bearbeitung mit mechanischen Werkzeugen können mit dem Werkzeug Hochdruckstrahl große porzeßimmanente Vorteile genutzt werden. So läßt sich mit dem Hochdruckstrahl die Bearbeitung von Lebensmitteln weitreichend flexibilisieren. In vielen Anwendungen der Lebensmittelindustrie müssen verschiedene Materialien geschnitten werden (z.B. Pizzateig/Belag, Biscuit/Schokolade, Käse/Rinde etc.). Der Hochdruckstrahl bietet hier ein Werkzeug, das weitgehend unabhängig von spezifischen Materialeigenschaften agieren kann. Durch die geringen beim Schneidprozeß auftretenden mechanischen Belastungen des Schnittgutes können verschiedene Stoffe problemlos gleichzeitig geschnitten werden, ohne daß es zu Deformationen im Schnittgut, Beeinträchtigungen des Verbundes oder bei spröden Materielien zu Splittern kommt. Darüber hinaus werden durch das sich ständig erneuernde Schneidmedium Verschmutzung und Kontamina tion durch das Werkzeug vermieden. Bei Integration entsprechender softwaretechnischer Unterstützung beispielsweise durch CAD/CAM - Systeme können mit dem Hochdruckstrahl unterschiedliche Varianten ohne Umrüsten des Werkzeugs realisiert werden. Durch die hohe Flexibilität des Strahles kann der Schnittpfad an die jeweils aktuelle Geometrie angepaßt werden. Damit können nicht nur der Verschnitt minimiert, sondern auch eine gewichts- und gestaltgenaue Portionierung vorgenommen werden. Dieser Artikel beschreibt nach einer allgemeinen Einführung unter anderem in die Anlagentechnik für Hochdruckstrahlen und Einsatzpotentiale dieser Technik insbesondere in der Lebensmittelindustrie. Darüber hinaus werden Anforderungen an den Prozeß formuliert und im Vergleich mit konventionellen mechanischen Schneidprozesseb betrachtet.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-32737.html