Fraunhofer-Gesellschaft

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Die reine Produktion als Qualitätssicherungsinstrument

 
: Kölblin, R.

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung -IPA-, Stuttgart; Fraunhofer-Institut für Lebensmitteltechnologie und Verpackung -ILV-, München:
Automatisierung in der Lebensmittelindustrie
Stuttgart, 1995 (IPA-Technologie Forum F 16)
S.141-172
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (Technologie Forum) <16, 1995, Stuttgart>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPA ()
Fertigungsprozeß; Keimfreiheit; Kontamination; Lebensmittel; Lebensmittelherstellung; Lebensmittelindustrie; luftgetragene Partikel; Luftreinhaltung; Mikrobiologie; Personal; Qualität; Qualitätssicherung; Reinraumtechnik

Abstract
Angepaßte Reinraumkonzepte, das richtige Verhalten des Personals und die Überwachung von luftgetragenen Mikroorganismen verhelfen der Lebensmittelindustrie, das Spannungsfeld von Kosten, Qualität und Gesetzgebung zu entspannen. Der produktgerechte Einsatz von Reinraumtechnik ermöglicht dem Betreiber, seine Qualität zu erhöhen, der Gesetzgebung Genüge zu leisten und die Kosten zu senken bzw. zu halten. Bei der Erstellung von angepaßten Reinraumkonzepten, steht das Produkt im Mittelpunkt. Das Produkt mit seinen Spezifikationen (bzgl. der Kontamination) schreibt die Produktionsumgebung und -verfahren, die Konstruktion von Prozeßanlagen, den MaterialfluB, die Reinigung sowie das gesamte Handling vor. Damit für den Betreiber ein optimales Kosten/Nutzen-Verhältnis erzielt werden kann, ist die Kenntnis über die Gestaltung einer "reinen" Produktionsumgebung unerläßlich. Die meisten Hersteller von Lebensmitteln besitzen keine bzw. nur unzureichende Kenntnis. Externe Berater können dem Betreiber hier gute Dienste leisten. Die Schulung des Personals ist mit das Wichtigste in einer "reinen" Fertigung. Denn das Personal stellt die größte Kontaminationsquelle dar. Die Problematik einer solchen Fertigung muß dem Personal klar und deutlich aufgezeigt werden. Vorgesetzte müssen dem Personal ein reinraumgerechtes Verhalten vorleben und sie muß ein Teil der Firmenphilosophie werden. Für die Überwachung von luftgetragenen Mikroorganismen gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Apparaten, die jedoch immer auf dem selben Prinzip basieren. Auffangen der Mikroorganismen mit einer anschließenden Bebrütung. Das Ergebnis kann nach der Bebrütung ausgezählt werden. Nachteil bei allen Verfahren ist die lange Bebrütungszeit (2-5 Tage). Sie schließt eine Online-Überwachung von luftgetragenen Mikroorganismen aus. Die Online-Überwachung ist jedoch eine Grundvoraussetzung für eine effiziente Produktionsüberwachung bzw. Qualitätssicherung. Das IPA hat sich der Thematik einer Online-Überwachung ang enommen. Erste Ergebnisse sind bereits vielversprechend.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-31594.html