Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Qualitätsmanagement in der Produktion

 
: Westkämper, E.; Pfeifer, T.; Horvath, P.

Eversheim, W.; Schuh, G. ; Akademischer Verein Hütte, Berlin:
Produktion und Management. Teil 2
Berlin u.a.: Springer, 1996
ISBN: 3-540-59360-8
S.13.1-13.6
Deutsch
Aufsatz in Buch
Fraunhofer IPA ()
Aufbauorganisation; CAQ; DIN EN ISO 9000; Fertigung; FMEA; Optimierung; Organisationsstruktur; Qualität; Qualitätskosten; Qualitätsmanagement; Qualitätsmanagementsystem; Unternehmen; Unternehmensablauf; Unternehmensprozeß; Wettbewerb; Wirtschaftlichkeit

Abstract
Jedes Unternehmen verfügt über ein mehr oder weniger ausgebautes Qualitätsmanagementsystem. Seit dem Erscheinen der Normenreihe DIN EN ISO 9000 setzt sich jedoch der Aufbau und die Zertifizierung eines Qualitätsmangementsystems nach den einzelnen Nachweistufen dieser Norm immer mehr durch. Darüber hinaus existieren weitere festgeschriebene Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme, z.B. die AQAP-Normen für die militärische Beschaffung. Basis für das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9000 ff. ist die Qualitätspolitik des Unternehmensleitung, in der die grundsätzliche Einstellung zu Qualität als strategische Faktor sowie die Ziele und auch Maßnahmen zur Umsetzung enthalten sind. Ziel des modernen Qualitätsmanagements ist die Erfüllung der Anforderungen der externen und internen Kunden. Die Erfüllung dieser Anforderungen ist für alle Phasen des Produkteintstehungsprozesses durch den sinnvollen Einsatz von QM-Methoden und die Auswahl geeigneter Organisationstrukturen zu gewährlei sten. Hierfür bietet die Normenreihe DIN EN ISO 9000 eine Rahmen für die Gestaltung der Aufbauorganisation und die Definition von Unternehmensabläufen. Wenn eine Zertifizierung des QM-Systems durch eine akkreditierte Stelle angestrebt ist, werden diese Vorschläge zu Mindestandforderungen. Schließlich stellt sich trotz dem Charakter der Qualität als strategische Wettbewerbsfaktor auch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit des Qualitätsmanagements. Jedes QM-System sollte daher an dem Ziel der Optimierung der Unternehmensprozesse ausgerichtet sein. Ein Mittel, dieses zu erreichen, ist der Einsatz der EDV zur effizienteren Gewinnung und Verarbeitung von qualitätsrelevanten Information. Ebenso lassen sich QM-Methoden, z.B. die FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflußanalyse) Durch den EDV-Einsatz beschleunigen. Auf welche organisatorischen und informationstechnische Voraussetzungen bei diesen unter dem Begriff "CAQ" (Computer-Aided Quality Assurance) zusammengefaßten EDV-Unterstützungen zu ac h ten ist. Für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit des Qualitätsmanagements stellt das Qualitätscontrolling als Teil des Unternehmenscontrolling Informationen monetärer und nichtmonetärer Art zur Verfügung. Es dient damit der Effizienzsteigerung und Unterstutzung des Qualitätsmanagements. Das operative Qualitätscontrolling versorgt dazu des Qualitätsmangement vornehmlich mit Kosteninformationen, z.B. Fehlerkosten, wie Ausschuß und Nacharbeit. Das strategische Qualitätscontrolling dagegen leistet Unterstützung durch die Bereitstellung von Informationen für die Produkt- und Prozeßplanung.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-30474.html