Fraunhofer-Gesellschaft

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Oberflächenausbildung und tribologische Eigenschaften beim Läppen und Polieren von Keramikbauteilen

 
: Westkämper, E.; Gäbler, J.

DePaoli, A. ; Deutsche Gesellschaft für Metallkunde; Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie -BMBF-, Bonn; VDI-Gesellschaft Werkstofftechnik; Deutsche Keramische Gesellschaft e.V. -DKG-; Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. -DGM-, Oberursel:
Werkstoffe für die Fertigungstechnik
Frankfurt: DGM-Informationsgesellschaft Verlag, 1997
ISBN: 3-88355-233-X
S.297-302
Werkstoffwoche <1996, Stuttgart>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPA ()
Keramik; Läppen; Oberfläche; Polieren; Tribologie; Walzen

Abstract
Für vier verschiedene Ingenieur-Keramiken wurden die Zusammenhänge zwischen der Oberflächenausbildung beim Läppen und Polieren und der Eignung dieser Oberflächen für Wälzpaarungen ermittelt: HIPSi3N4, HIPSi3N4-TiN, SSiC, und HIPZrO2. In den Bearbeitungsversuchen wurde eine Abhängigkeit der Abtragsmechanismen von den Werkstoffeigenschaften festgestellt. Je spröder die Keramik ist, desto mehr kam es zu brechendem Abtrag un desto weniger wurde schneidender Abtrag beobachtet. Es konnten Korrelationen zwischen Rauheitskennwerten und dem Wälzverschleiß aufgestellt werden. Für die meisten Wälzpaarungen ergab sich die beste Korrelation mit der ungefilterten reduzierten Riefentife Pvk, die die verschleißrelevanten Profiltäler vewertet. Für HIPSi3N4 wurde ein neuer Kennwert, die Riefenschärfe Rs, entwickelt, die eine bessere Korrelation als mit den herkömmlichen Rauheitskenngrößen aufweist. Bei dem Werkstoff SSiC wurde - neben dem höchsten Verschleißniveau der vier Keramiken - bei sehr geringen Rauheiten ein extrem hoher Pittingverschleiß festgestellt. In den noch folgenden Forschungsjahren soll ermittelt werden, ob sich durch Absenken der Flächenpressung der Verschleiß bei SSiC senken läßt. Zum einen wird vermutlich das gesamte Verschleißniveau dieses Werkstoffes sinken. Zum anderen kann eventuell der Pittingverschleiß vermieden werden. Ein weiterer offener Arbeitspunkt ist die Wälzprüfung von HIPZrO2 in Wasser. Als tribologisch interessanter Werkstoff wird außerdem die Mischkeramik GPSSiC-TiC untersucht.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-26787.html