Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Eine neue Dimension für das Hochgeschwindigkeitsschleifen

 
: Ferlemann, F.; König, W.

Industrial diamond review : IDR 25 (1991), Nr.2, S.66-72
ISSN: 0019-8145
ISSN: 0959-8294
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IPT ()
Auswuchtoptimierung; CBN-Belag; Grundkörperoptimierung; Hochfrequenzspindel; Hochgeschwindigkeitsschleifen; Hydraulikauswuchtung; Kühloptimierung; Optimierungsberechnungen; Scheibenspülung; Verlustleistungsberechnung; Werkstückhärteeinfluß

Abstract
Dem Ziel, das Hochgeschwindigkeitsschleifen mit Schnittgeschwindigkeiten von V tief C =500m/s zu untersuchen, mußten neue Entwicklungen in Bezug auf Schleifscheiben, Schleifmaschine und Auswuchtsystem voraus gehen. Eine sinnvolle Realisierung einer V tief C bis zu 500m/s erfolgt bei Scheibendurchmessern zwischen 200 mm kleiner oder gleich d tief S kleiner oder gleich 350 mm und Betriebsdrehzahlen bis 30.000 min hoch -1. Die Aufzeichnung des Schwingungsverhaltens der Hochfrequenzspindel brachte das Ergebnis, das ein Auswuchten des Systems Spindel/Schleifscheibe nur bei Betriebsdrehzahl sinnvoll ist. Durchgeführte Leistungsmessungen bei unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten mit verschiedenen Scheibendurchmessern haben gezeigt, das besonders im Überschallbereich ein starkes Anwachsen der Verlustleistungen aufgrund der Luftreibungsverluste zu messen ist. Da dieser Effekt bei gleicher Umfangsgeschwindigkeit an Scheiben mit großem Interesse stärker ist, sollte der Scheibendurchmesser im mer so klein wie möglich gewählt werden. Hinzu kommen die Verluste durch den Einsatz von Kühlschmierstoff und möglicher Scheibenreinigung. Die Ergebnisse zeigen, das in wesentlich stärkerem Maße als bisher die richtig eingestellten Mengen und Drucke des Kühlschmierstoffes und der Scheibenreinigung an Bedeutung gewinnen. Durch Steigerung der Schnittgeschwindigkeit bis 340 m/s konnten beim Flachtiefschleifen von 16MnCr5 die Schleifkräfte um bis zu 50% reduziert werden. Hierbei fiel der Schnittkraftabfall um so größer aus, je höher das bez. Zeitspannvolumen gewählt wurde. Abschließend wurde über die Neuentwicklung einer Außenrundschleifmaschine für Umfangsgeschwindigkeiten bis 500m/s berichtet. Diese Voruntersuchungen brachten wichtige Erkenntnisse für die Konstruktion und Fertigung der Außenrundschleifmaschine.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-25653.html