Fraunhofer-Gesellschaft

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Gefügedarstellung hochverfestigter Scherzonen mit Hilfe der Licht- und Elektronenmikroskopie

 
: Pintat, T.; Rickel, J.; Schäfer, H.

Praktische Metallographie, Sonderband 19
1988 (Praktische Metallographie Sonderband)
Metallographietagung <1988>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IFAM ()
Inhomogenität; Karbid; Korn; Scherzone; TEM; Verfeinerung; Zielpräparation

Abstract
Es konnte gezeigt werden, daß es möglich ist, durch eine Zeitpräparation mit Hilfe eines Dimple Grinders in Verbindung mit dem Ionendünner, Scherzonen mit einer Breite von ca. 10 mym einer Untersuchung im (TEM) zugänglich zu machen: Die im (TEM) sichtbaren Strukturen sind gekennzeichnet durch erhöhten Spannungskontrast, der durch Gitterverspannungen der einzelnen Körner verursacht wird. Außerdem führt die Scherverformung zu einer Kornverfeinerung in den Scherzonen. Diese Kriterien erschweren eine gezielte Aussage über das gegenüber dem Grundwerkstoff völlig veränderte Gefüge. Mit einem 300 kV Transmissionselektronenmikroskop (TEM) ist es möglich, sehr feine Phasen sichtbar zu machen. Feinbereichsbeugungsaufnahmen (SA) im Grundwerkstoff und in der Scherzone belegen das Vorhandensein einer Eisenkarbid-Phase (Fe3C), obwohl der Zementit aus dem Perlit des Grundwerkstoffes in der Scherzone nicht mehr in der bekannten Lamellen- oder Kugelform zu erkennen ist. Es wird vermutete, daß es sich b ei den in der Abb. 10 gezeigten feinen Ausscheidungen um Eisenkarbide (Fe3C) handelt; die zu einer Dispersionshärtung geführt haben. Die Dispersionshärtung in Verbindung mit der Kornverfeinerung könnte die Härtesteigerung in den Scherzonen erklären. Tetragonaler Martensit, der in der Literatur im Zusammenhang mit Scherverformung mehrfach erwähnt wird, konnte in den Scherzonen dieser Proben nicht nachgewiesen werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-15810.html