Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Führen mit Kennzahlen und Selbstcontrolling

 
: Kinkel, S.

VDI-Gesellschaft Produktionstechnik -ADB-:
Kennen Sie RAMONA? Wettbewerbsfaktor Kulturwandel - Unternehmen wagen den Umbau
Düsseldorf: VDI-Verlag, 1999 (VDI-Berichte 1465)
ISBN: 3-18-091465-3
S.33-42
VDI-Gesellschaft Produktionstechnik (Tagung) <1999, Gelsenkirchen>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer ISI ()
controlling; Kennzahl; Dezentralisierung; kennzahlenorientiertes Selbstcontrolling; Kostenrechnung; selbstorganisierendes System; Unternehmensführung; Zielvorgabe; Produktionskonzept; Kostenoptimierung

Abstract
Die Erfahrungen bei der Umsetzung des von der Bundesregierung geförderten Projekts RAMONA (Rahmenbedingungen bei der Modellierung neuer Arbeitsstrukturen) zeigen, dass das Controlling klassischer Prägung die Implementierung neuer Produktionskonzepte und das Agieren im heutigen, turbulenten Umfeld nicht wirksam zu flankieren in der Lage ist. Probleme beim Einsatz neuer Produktionskonzepte ergeben sich durch die mangelnde Prozessorientierung, durch die operative Ausrichtung, eine zu starke Innenorientierung, durch das Fehlen belastbarer Regeln für Make-or-buy-Entscheidungen und durch die zu starke Zentralisierung. Diese Problembereiche geben vor, was sich zu wandeln hat. Im Zuge der Einführung neuer Produktionskonzepte wird ein Selbstcontrolling der dezentralen Organisationseinheiten auf Basis von Kennzahlen benötigt. Die angestrebten Ziele sollten aufgrund der positiven Auswirkungen auf die Motivation und Verantwortlichkeit der betroffenen Mitarbeiter möglichst partizipativ vereinbart und durch Kennzahlen quantifiziert werden. Die wichtigste Aufgabe eines neuen, angepassten Controllings ist es, die wirtschaftliche Optimierung des Gesamtbetriebes zu gewährleisten und dysfunktionale Teiloptima zuverhindern. Von zentraler Bedeutung ist es daher, die wichtigsten Unternehmensziele auf breiter Basis kommunizieren zu können. Hierfür stellt das Führen durch Zielvereinbarungen auf Basis von Kennzahlen ein wichtiges Instrument dar. Der partizipative Prozess der Entwicklung einer Kennzahl ist essentiell für die beiderseitige Akzeptanz der Kennzahlen. Kennzahlen vermögen dann Zielvereinbarungen zu vereinfachen, eine stringente Ausrichtung der dezentralen Organisationseinheiten an den Unternehmenszielen zu erleichtern und ein gewisses Maß an Messbarkeit herzustellen. Kennzahlensysteme können dadurch zu einem mächtigen Steuerungs- und Führungsinstrument werden. Mit geeigneten Kennzahlen kann die zunehmend geforderte, gleichzeitige Einhaltung operativer und strategischer Kosten-, Zeit- und Qualitätsziele angesteuert werden. Um die ermittelten Kostenziele richtig ansteuern zu können, sollte eine verursachungsgerechte Verrechnung der Gemeinkosten erfolgen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-15483.html