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Entwicklung von Monergol-Flüssigtreibstoffen auf der Basis von Nitromethan für Rohrwaffen mit Flüssig- und Hybrid-Antrieb

Development of a menergol liquid rocket fuel based on nitromethane for gun weaapons with liquid and hybrid
 

Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie -ICT-, Pfinztal:
Energetic Materials - Analysis, Characterization and Test Techniques
Pfinztal: ICT, 1994 (Proceedings of the International Annual Conference of ICT 25)
S.66/1-66/8
Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (Internationale Jahrestagung) <25, 1994, Karlsruhe>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer ICT ()
additive; Detonationsgeschwindigkeit; Druckoszillation; Flüssigtreibstoff; Modell; monergole; MTB; nitromethan; PTN; Rohrwaffe; Verbrennungsverlauf

Abstract
Monergol-Flüssigtreibstoffe auf der Basis von Nitromethan für Rohrwaffen-Antriebe verdienen ein herausragendes Interesse, weil - im Vergleich zu konventionell eingesetzten festen chemischen Energieträgern - wesentliche Vorteile in Bezug auf Leistungssteigerung, System-Vewundbarkeit und Automatisierungsgrad der Waffe bestehen. Der Verbrennungsverlauf dieser flüssigen chemischen Energieträger ist durch schädliche Druckoszillationen gekennzeichnet, die im Extremfall die Waffe beschädigen. Dies hat in der Vergangenheit den breiteren Einsatz dieser Systeme verhindert. In diesem Beitrag wird die grundlegende Modellvorstellung des Verbrennungsverlaufs, die Methodik des Lösungsansatzes, sowie das eingesetzte theoretische und experimentelle Setup beschrieben. Die Entwicklung verschiedener Gruppen von Additiven, die gute oszillationsdämpfende Effekte zeigen, ist gelungen. Als Ergebnis der jüngsten Arbeiten wird die besonders geeignete Komponente PTN vorgestellt. Der Ersatz des Additivs MTB als P hlegmatisator führt zu einer drastischen Absenkung der Detonationsgeschwindigkeit auf Werte kleiner als 2 600 m/s. Ferner wird auf eine Berechnungsmethode des Absolutwerts der lin. Abbrandgeschwindigkeit und der mittleren Tröpfchengröße durch Daten-Kopplung von Innenballistik- und Pool-Fire-Experimenten hingewiesen. Der Einsatz dieser Methode führt zu einer wesentlichen Verbesserung der zielgerichteten Additiv-Entwicklung.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-12505.html