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Entwicklung eines Typ II-Pneumozyten-Kulturmodells unter Verwendung undifferenzierter fetaler Lungenepithelzellen

 
: Germann, P.-G.; Ueberschär, S.; Emura, M.; Mohr, U.; Gerull, A.

Berliner und Münchener tierärztliche Wochenschrift 103 (1990), Nr.12, S.431
ISSN: 0005-9366
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer ITA ( ITEM) ()
Epithelial cells; lung

Abstract
Ein Differenzierungsmedium auf der Basis der RPMI 1640 Mediums, kombiniert mit einer Softagarüberschichtung und bestimmten Hormonzusätzen steigert bei zwei Lungenepithelzellen (cloniert, fetale Humanzellen) den zellulären Gehalt des Posphatidycholins von 48,6 auf 66,7 % (p=0,02) bzw. von 41,3 auf 66,9 % (p=0,001), während die übrigen zell-associierten Komponenten abfallen (quantitative HPLC). Die Phospholipide sind bei den clonierten Hamsterzellen zu 24,5 % und bei den Humanepithelzellen zu 44,4 % doppelt gesättigt. Das zelluläre Phospolipidmuster dieser differenzierten Zellen entspricht damit weitgehend dem primärisolierten Typ II-Pneumozyten. Die differenzierten Hamsterepithelzellen bauen ³H-Cholin über einen Zeitraum von vier Stunden in höheren Maße in die Typ II-pneumozy tenspezifischen Phospholipidfraktionen Phosphatidycholin und Dipalmitoylphosphidycholin ein als vergleichend geprüfte Kontrollzellen. Licht- und fluoreszenzmikroskopisch sind in den differenzierten Zellen intrazyto p lasmatische Phospholipidkörperchen nachweisbar (modif. Papanicolaoufärbung und Phosphin 3R-Markierung). Ultrastrukturell sind zahlreiche, lamellär geschichtete, osmophile Körperchen nachweisbar. Diese Ergebnisse zeigen damit eine Differenzierung der Zellen in Richtung zu Typ II-Pneumozyten. Das entwickelte Kultursystem ist ein leicht zu handhabendes in vitro Typ II-Pneumozytenmodell, mit dem Einflüsse auf die Synthese von surfactantspezifischen Phospholipiden geprüft werden können.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-12415.html