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Elektromagnetischer Ultraschallprüfkopf für die Oberflächenprüfung bei Temperaturen bis 1000 Grad Celsius

 
: Smit, H.; Wilbrand, A.

Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V. -DGZfP-, Berlin:
Moderne ZfP - Analysen und Prognosen
Berlin/West, 1989
S.460-467
Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (Jahrestagung) <1989, Kiel>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IZFP ()
Bramme; elektromagnetische Ultraschallwandlung; EMUS; Hochtemperatur; Oberfläche; Oberflächenfehler; Oberflächenriß; Rayleigh-Welle; Stahl; Stahlguß; Strangguß; Ultraschall; Ultraschallprüfkopf; Ultraschallwelle

Abstract
Es wird der Laborprototyp eines elektromagnetischen Ultraschallprüfkopfs für die Oberflächenprüfung bei hohen Temperaturen vorgestellt. Der Prüfkopf besteht aus - einem wassergekühlten Elektromagneten zur Erzeugung eines horizontalen Magnetfeldes mit einer Flußdichte von 0,4 T in paramagnetischem Material bei einer elektrischen Leistungsaufnahme von 5,5 kW (36.000 Amperewindungen) - einem fokussierenden HF-Spulensystem aus 2 Sende- und 2 Empfangsspulen mit Unterdrückung der Rückwärtsrichtung (Prüffrequenz rund 250 kHz) - einem zweikanaligen rauscharmen Vorverstärker - einem Druckluft-Kühlsystem für den Vorverstärker und die HF-Spulen. Der Prüfkopf wurde im Labor in Kalt- und Heißversuchen an ca. 0,5 x 0,5 qm großen Proben aus Stahl-Stranggußbrammen mit Oszillationsmarken bei Probentemperaturen bis ca. 1050 Grad C erprobt. Sowohl eine funkenerodierte Nut von 10 mm Länge und 1 mm Tiefe in einer 850 Grad C heißen Brammenprobe aus ferritischem Stahl wurden mit einem elektrischen Signal/Rau sch-Verhältnis von 20 dB und mehr nachgewiesen. Insbesondere wurden damit erstmals natürliche Fehler in Stahl oberhalb der Curil-Temperatur mit elektromagnetisch Tangeregten Rayleighwellen nachgewiesen. Von seiner thermischen Standfestigkeit her kann der Prüfkopf bei Oberflächentemperaturen bis mindestens 1050 Grad C eingesetzt werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-11802.html