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Einige Besonderheiten bei der Bestimmung der Heissbiegefestigkeit hochviskoser Glasschmelzen

 
: Brueckner, R.; Manns, P.

Glastechnische Berichte 59 (1986), Nr.5, S.139-150 : Abb.,Tab.,Lit.
ISSN: 0017-1085
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IWM ()
Besonderheit; Bestimmung; Heißbiegefestigkeit Glasschmelze(hochviskos)

Abstract
Die Biegefestigkeit von Kalk-Natron-(Floatglas) und Borosilicatglas (Duran) wurde nach dem Doppelringverfahren als Funktion der Temperatur (20-720 Grad C) und der Belastungs- bzw. Verformungsgeschwindigkeit (10 hoch minus 4 bis 10 hoch plus/minus 3 mm/s) untersucht. Geprueft wurden unbehandelte (Anlieferungszustand), geschmirgelte, geschmirgelt und feuerpolierte Glasplatten. Im Bereich 20-470 Grad C wurde der Spannungsrisskorrosionsbeiwert von Floatglas bestimmt. Die Biegezugfestigkeit beider Glaeser steigt im Einfrierbereich und darueber umgekehrt proportional zur Viskositaet steil an, wenn die kritische Verformungsgeschwindigkeit ausreicht, um den Sproedbruch innerhalb des linearelastischen Deformationsbereiches herbeizufuehren. Dies gilt besonders auch fuer die vorbehandelten Glasproben und wird z.T. auf die Ausheilung der Oberflaechenrisse (Abrundung der Kerbspitzen) zurueckgefuehrt. Waehrend die Biegefestigkeit der Glaeser bei niedrigen Temperaturen (Raumtemperatur bis untere Ents pannungstemperatur) im wesentlichen durch das Ausmass der Oberflaechenbeschaedigung der Pruefkoerper bestimmt wird, ist die Festigkeit der zaehfluessigen Glasschmelze oberhalb T tief g nicht nur von mechanischen Verletzungen der Oberflaeche, sondern auch von den strukturell bedingten viskoelastisschen Eigenschaften (chemische Zusammensetzung) und von Inhomogenitaeten abhaengig, die durch die Waermebehandlung zur Messung der Festigkeit entstehen koennen (Entmischung, Kristallisation).

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/PX-11169.html