Fraunhofer-Gesellschaft

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Nutzung von Synergieeffekten bei der Alt-Kfz-Verwertung

Zukunftsszenario 2005/2015
 
: Hornberger, M.

VDI-Wissensforum GmbH:
Verbotene Stoffe / Recycling - Umsetzung der EU-Altfahrzeugrichtlinie : Perspektiven, Strategien, Lösungen; 20./21. November 2001, Freising
Düsseldorf, 2001
Wissensforum Verbotene Stoffe / Recycling - Umsetzung der EU-Altfahrzeugrichtlinie <2001, Freising>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPA ()
Verwertungsstruktur; recycling; Fahrzeug; Logistik

Abstract
Die Altautoentsorgung steht heute vor einem grundlegenden Wandel. Für die z.Z. fast ausschließlich deponierte SLF sind die Umweltauswirkungen schwer abschätzbar. Dies wird durch den sich ändernden Materialeinsatz und die steigenden Zulassungszahlen noch verschärft. Die Reduzierung und Vermeidung von umweltgefährdenden Einflüssen, insbesondere durch die SLF, ist das grundlegende Ziel der zukünftigen Altautoentsorgung, was sich auch in der verabschiedeten EU-Altautorichtlinie niedergeschlagen hat. - Wesentlich für ein sinnvolles Konzept des Automobilrecyclings ist die Analyse der Stoffströme und die Lenkung in funktionierende und dort, wo erforderlich, in neu zu schaffende Materialkreisläufe. Dabei müssen die Stoffmengen möglichst sortenrein erfaßt bzw. aufbereitet, gesammelt und transportiert werden, um eine sinnvolle Verwertung zu ermöglichen.
Als Problemlösung wird heute die Demontage vor dem Shreddern (Produktdemontage und werkstoffliche Demontage) und ein Aufbereiten und Verwerten der nach dem Shreddern entstehenden SLF verfolgt. Die Mengen zur
Deponierung sollen wesentlich verringert werden. Dabei sind durch aus auch alternative Verfahren denkbar.
Durch die Kombination von Demontage und Aufbereitung nach dem Shreddern ist es möglich, die gestellten Anforderungen zu erreichen. Diese Reduktion von zu deponierenden Stoffen schafft neue Märkte, die erst aufgebaut werden müssen. Es ist demnach notwendig, die heutigen Produktions-, Distributions- und Entsorgungssituationen zu überarbeiten und anzupassen.
Die ständige Weiterentwicklung von Verfahren der Wieder- und Weiterverwertung hat eine gemeinsame Eigenschaft.
Die Separierung von Werkstoffen und Werkstoffgruppen ist notwendig, um diese gezielt in geeigneten Verfahren einzusetzen und um Endprodukte mit reproduzierbaren Eigenschaften zu erhalten und zu vermarkten.
Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Etablierung neuer Verfahren der Aufbereitungs-/Verwertungs-technologien. Zum Teil sind neue Aufbereitungs-/Verwertungsverfahren, die noch nicht dem Stand der Technik entsprechen, als Pilotanlagen oder als Studien verfügbar.
Diese neue Verfahrenstechnologien verfügen z.T. über erhebliche Potentiale und Synergieeffekte zur Integration in die bestehende Struktur der Altautomobilverwertung.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-9396.html