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Virtuelle Mobilität: Ein Phänomen mit physischen Konsequenzen?

Zur Wirkung der Nutzung von Chat, Online-Banking und Online-Reiseangeboten auf das physische Mobilitätsverhalten
 
: Zoche, P.; Kimpeler, S.; Joepgen, M.
: Institut für Mobilitätsforschung -ifmo-, Berlin

Berlin: Springer, 2002, XIV, 244 S. : Ill.
Mobilitätsverhalten in der Freizeit
ISBN: 3-540-41445-2
Deutsch
Studie
Fraunhofer ISI ()
Haushaltsökonomie; Konsumverhalten; Ökotrophologie; Internet; Kommunikationstechnologie; Wirkung; Nutzung; Kommunikation; Auswirkung; electronic banking; Kraftfahrzeugindustrie; computervermittelte Kommunikation; Verkehrswesen; soziale Mobilität; Bank; Online-Dienst; virtuelle Realität

Abstract
Experten äußern sich zum wachsenden Stellenwert virtueller Bewegungen im Alltag. Am Beispiel von die Entwicklung der Mobilität im Alltag?
Experten äußern sich zum wachsenden Stellenwert virtueller Bewegungen im Alltag. Am Beispiel von Anwendungen wird der Frage nachgegangen, inwieweit bereits heute virtuelle Mobilität reale Bewegungen ersetzt, im Alltag gebräuchlich ist und welche Wirkungen hieraus resultieren. Dies wird anhand von Ergebnissen diskutiert, die in einer repräsentativen Befragung deutscher Online-Nutzer erhoben wurden. Es wird dabei gezeigt, dass der Einsatz von neuen Bereichen reale Mobilität substituieren kann.
Die Publikation beruht auf Analysen, die im Rahmen eines Auftrages des Instituts für Mobilitätsforschung der BMW Group durchgeführt wurden. Das Projekt gründet auf der Überlegung, dass künftige Anwendungen moderner Telekommunikations- und Medienangebote verstärkt eine Virtualisierung der Alltagsorganisation bewirken, in deren Folge sich ein Wandel im Mobilitätsverhalten einstellen könnte. Dieser Prozess wird anhand ausgewählter Nutzungen von Internetangeboten im Banken- und Tourismusbereich sowie auf dem Gebiet des Chattens bzw. interaktiv vernetzter Spielumgebungen Internet analysiert. Die empirische Grundlage dieser Studie bildet eine bevölkerungsrepräsentative Stichprobe deutscher Online-Nutzer. Akzeptanz, Nutzungsvielfalt und mögliche Wirkungen virtueller Mobilität werden in ihrem Wechselspiel zu physischer Mobilität eingeschätzt und somit Entwicklungslinien künftigen Mobilitätsverhaltens aufgezeigt.
Es werden die Ergebnisse des Forschungsprojekts "Virtuelle Mobilität privater Haushalte" vorgestellt, in dem die Auswirkungen der virtuellen Mobilität auf die physische Mobilität untersucht wurden. Nach der einleitenden Diskussion und Bestimmung des Begriffs Mobilität werden die mobilitätsrelevanten Thesen aus der "Studie zur globalen Entwicklung von Wissenschaft und Technik" (Delphi '98) analytisch aufbereitet. Im empirischen Teil werden die Ergebnisse einer telefonischen Befragung repräsentativ ausgewählter Online-Nutzer (N=802) im Sommer 1999 detailliert dokumentiert. Jeweils in Bezug auf die betreffende Anwendung werden die Besonderheiten der Nutzerstruktur, der Nutzungsmotivation und die möglichen künftigen Entwicklungen dargestellt. Die Anwendungsgebiete waren Nutzung der Internetangebote der Reise- und Tourismusbranche, Nutzung von Online-Banking, sowie Nutzung von und Verhalten in Chat-Räumen. Obwohl die drei Bereiche spezifische Nutzerschaft und Nutzungsstile aufweisen, treten bei allen Substitution- und Komplementäreffekte auf.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-9017.html