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Natürliche Killerzellen und natürliche Killer-T-Zellen bei Nierentransplantation

Natural killer cells and natural killer-T cells in patients with renal transplantation
 
: Hoppe, A; Kamprad, M.; Wegmann, C.; Wötzel, M.; Hauss, J.; Emmrich, F.; Fangmann, J.; Sack, U.

:

Laboratoriumsmedizin = Journal of laboratory medicine 32 (2008), Nr.3, S.140-147
ISSN: 0342-3026
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IZI ()
Durchflusscytometrie; Transplantation; Killerzelle; Killer-T-Zelle

Abstract
Die Nierentransplantation als etabliertes Verfahren zur Behandlung des terminalen Nierenversagens birgt trotz hoher klinischer Standards besonders im postoperativen Bereich das Risiko zahlreicher Komplikationen. Dabei spielen besonders Rejektionsereignisse und bakterielle, virale sowie mykotische Infektionen eine Rolle. Oftmals sind deren rechtzeitige klinische sowie labordiagnostische Erkennung und die daraus resultierenden therapeutischen Konsequenzen zu ungenau. In der vorliegenden Arbeit wird daher ein praxisnahes Konzept für ein immunologisches Monitoring innerhalb von 28 Beobachtungstagen nach erfolgter Transplantation unter Einbeziehung der Natürlichen Killerzellen (NK) und Natürlichen Killer-T-Zellen (NKT-Zellen) beschrieben. Mittelpunkt des Monitorings ist dabei die durchflusszytometrische Bestimmung der funktionellen Marker NKp30, NKp44, NKp46, CD16 und CXCR3 auf NK- und NKT-Zellen. Beide Zellpopulationen wurden durch die Therapie beeinflusst. Während sich Lebend- und Leichenspende kaum unterschieden und keine signifikanten Unterschiede zwischen den verwendeten Immunsuppressiva gefunden wurden, ergaben sich insbesondere bei den NKT-Zellen Befunde, die eine diagnostische Nutzung dieser Zellen im Transplantatmonitoring möglich erscheinen lassen. Der Verlauf dieser Zellen nach Nierentransplantation weist typische Veränderungen unter Standardimmunsuppression auf und erlaubt die Erkennung von postoperativen Komplikationen.

 

Kidney transplantation is a well established procedure in the treatment of patients suffering from chronic renal failure. Despite high standards, post-operative complications are common. In addition to transplant rejection, viral, bacterial and fungal infections are of relevance. Frequently, clinical examination and clinical chemistry cannot establish requested diagnoses in a timely manner. Here, we propose the inclusion of natural killer (INK) cells and natural killer T (NKT) cells into flow cytometric immunomonitoring of patients undergoing kidney transplantation. Patients were followed from the pre-operative to the 28th post-operative day. Using flow cytometry, we investigated NK and NKT cells and their functional markers, NKp30, NKp44, NKp46, CD16 and CXCR3. Both cell populations were influenced by transplantation. Results were independent of the origin of the graft (cadaveric or living donor) and of the immunosuppressive protocol used. However, NKT cells were influenced by induction therapies and indicated organ loss. We conclude that detection of these cell types should be added to immunomonitoring panels in solid organ transplanted patients.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-87145.html