Fraunhofer-Gesellschaft

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Plasmabeschichtung bei Atmosphärendruck

100 Prozent höhere Alterungsbeständigkeit
 
: Lommatzsch, U.

Adhäsion. Kleben und Dichten 52 (2008), Nr.10, S.38-41
ISSN: 0001-8198
ISSN: 0943-1454
ISSN: 1619-1919
ISSN: 2192-8681
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IFAM ()
Plasmabeschichten; Atmosphärendruck; Alterungsbeständigkeit; Klebverbindung; Haftvermittler; Oberflächenvorbehandlung; Organosilan; Plasmapolymerisation; Aluminiumlegierung; Klebstoff; Epoxidharz; Haftfestigkeit; Salzsprühtest; Hochfrequenzplasma; Festigkeitserhöhung

Abstract
Neben der Verbesserung der Alterungs- und Medienbeständigkeit einer Klebverbindung können Haftvermittler zur Erhöhung der Klebfestigkeit sowie zur Verlängerung der Lebensdauer einer aktivierten Oberfläche dienen. Üblicherweise erfolgt die Applikation eines Haftvermittlers im Anschluss an eine Oberflächenvorbehandlung. Zu dieser Oberflächenvorbehandlung steht eine Vielzahl unterschiedlicher Verfahren zur Verfügung. Für qualitativ hochwertige Vorbehandlungen werden häufig Plasmaverfahren eingesetzt. Plasmaverfahren, die bei Atmosphärendruck arbeiten, besitzen dabei eine Reihe verfahrensspezifischer Vorteile. Dazu gehören die Möglichkeit der Inline-Behandlung, hohe Behandlungsgeschwindigkeiten und die Möglichkeit zur ortsspezifischen Behandlung. Die Beschichtung erfolgt dabei durch Plasmapolymerisation von siliziumorganischen Molekülen. Bei diesem System erfolgt die Erzeugung des Plasmas innerhalb einer Düse durch Anlegen einer hochfrequenten Wechselspannung. Am Düsenausgang vermischt sich der Precursor mit dem (afterglow-)Plasma. Diese Vermischung im Bereich des ausströmenden Plasmas ermöglicht die Plasmapolymerisation. Bauteile werden beschichtet, indem das Bauteil unter der Düse hindurch oder die Düse über das Substrat bewegt wird. Die haftvermittelnde Wirkung dieser Beschichtung wurde durch die Abscheidung des Plasmapolymers auf den beiden Aluminiumlegierungen 6016 (uneloxiert) und AlMgS13 untersucht. Anschließend wurden die Proben mit einem heißhärtenden 1K-Epoxidklebstoff geklebt und in einem Salzsprühtest in Anlehnung an DIN 50021 für 500 h ausgelagert. Die beschichtete Probe zeigte im Fall von AlMgS13 nach der Auslagerung die höchste Klebfestigkeit. Im Unterschied zu Legierung Al 6016 führt die haftvermittelnde Schicht aber auch vor der Auslagerung bereits zu einer Verbesserung der Klebfestigkeit. Diese Ergebnisse zeigen klar die haftvermittelnde Wirkung der durch Plasmapolymerisation abgeschiedenen Schicht.
Entnommen aus TEMA

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-87061.html